Einer für alle Bürger in Eichenzell

 

Einer für alle Bürger in Eichenzell

Bürgermeisterwahl 2008 in Eichenzell

Die Bürgermeisterwahl in Eichenzell naht, und zwei Kandidaten treten an das Amt zu bekleiden. Wer aber sind die beiden Bewerber, die sich anschicken, von nun an im Rathaus ihr Quartier zu beziehen? Auf den ersten Blick ähneln sich die Lebenswege, und scheinen nun doch in verschiedene Lebensmodelle gemündet zu sein.

Beide Bewerber sind Kinder der Stadt, in Fulda geboren und haben auch in Eichenzell die Grundschule besucht, jedoch war der CDU Kandidat Joachim Bohl seinem jüngeren SPD-Konkurrenten zumindest hier sechs Jahre voraus, so dass sich die Beiden vermutlich nicht auf dem Schulhof begegneten. Ebenfalls interessant die Tatsache, dass die beiden sich hernach mit einer Ausbildung im Elektrobereich mehr oder weniger handwerklich orientierten. Während CDU-Bürgermeister in spe Joachim Bohl nach der Ausbildung als Elektroinstallateur gleich noch eine zweite als Radio-und Fernsehtechniker folgen ließ, bildete sich auch SPD- Mann Fischer nach einer Ausbildung als Fernmeldehandwerker direkt noch als Kommunikationselektroniker weiter.

In "seine" Partei eingetreten ist Bohl bereits 1987, zehn Jahre später wurde er Vorsitzender des Gemeindeverbandes Eichenzell und ist seit 2006 Vorsitzender der CDU Fraktion auf kommunaler Ebene. 1993 trat Gegenkandidat Fischer in die SPD ein, angesichts der Tatsache dass CDU-Kandidat Bohl sechs Jahre älter ist, waren also auch beide nahezu gleichalt, als sie sich dafür entschieden, sich politisch zu engagieren.

Spätestens mit der Meisterprüfung und dem weiterhin dazugekommenen Titel des Betriebswirt des Handwerk hat Joachim Bohl bewiesen, dass er sich auf seinen beruflichen Lorbeeren nicht ausruhen will und nach höherem strebt. SPD-Amtsanwärter Dirk Fischer indes konzentrierte sich in seiner Entwicklung nicht nur auf das berufliche Feld: Schon mit fünfundzwanzig heiratete er seine Frau Sylvia, mit welcher er heute zwei Töchter und einen Sohn hat. Während sich Joachim Bohl zwar auch auf seiner Homepage für junge Familien stark macht, ist er selbst bislang ledig geblieben. Vielleicht war der Kampf um das berufliche Weiterkommen schlicht zu zeitraubend, ist der Vielbeschäftigte doch bereits seit 1998 auch noch selbstständiger Inhaber der Firma Elektro Herber. Auch Dirk Fischer war als selbstständiger Unternehmer tätig bevor er 2002 die Leitung einer tegut Filiale in Eichenzell übernommen und bis heute inne hat. Welcher der beiden die Wahl nun gewinnt, wird sich zeigen, sicher ist, dass beide ihre Stadt und die Menschen die dort leben, auf jeden Fall sehr gut kennen und daher hoffentliche würdige Vertreter ihres Amtes sein könnten.

Autor: Joachim Weber, Eichenzell

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