Exkurs in die Welt der Festplatten
Immer größer werden die Zahlen, die uns aus den Werbeprospekten anlächeln: „Wahnsinnige 250GB Speicher!!“ So oder ähnlich heißt es dort meistens. Doch was steckt hinter diesen Zahlen und was ist wirklich wichtig beim Kauf einer
Festplatte?
Fangen wir mit dem leichtesten an: Das Kürzel GB hinter der Zahl steht für Gigabyte. Byte ist eine Einheit der Informationstechnik, ein Byte besteht aus 8Bit und ein Bit ist ein Zeichen, also entweder eine 0 oder eine 1. Die griechische Vorsilbe Giga steht für eine Milliarde. Also ist ein Gigabyte eine Ansammlung von 8 Milliarden Nullen und Einsen. Das könnte man jetzt auch noch auf unsere beispielhafte 250GB Festplatte hochrechnen, doch an dieser Stelle ginge das zu weit.
Der Computer ist letzten Endes nichts anderes als eine Rechenmaschine, die digital, also mit besagten Nullen und Einsen arbeitet, bei einer Eins fließt Strom, bei einer Null nicht. Diese Impulse können dann z.B. einen Brief an Verwandte ergeben oder die Fotos vom letzten Urlaub.
Zurück zur Festplatte, denn auf dieser lagern ja letztendlich alle unsere Daten.
Um eine immer größer werdende Flut an Daten aufzunehmen wurden auch die Festplatten immer größer.
Es ist noch gar nicht all zu lange her, dass eine Festplatte mit 200MB als groß galt. Heute lächeln wir müde über solche Zahlen, wenn man bedenkt das die meisten Computerbesitzer mittlerweile auch einen USB Stick oder eine fingernagelgroße Speicherkarte besitzen, die oft Kapazitäten um 5GB haben.
Und dennoch es dauert nicht besonders lange, dann sind auch große Festplatten voll, steht man vor dieser Meldung, die einem der Computer ganz freundlich über eine kleine Sprechblase mitteilt, hat man mehrere Möglichkeiten zu handeln: Die preiswerteste Methode wäre wohl einfach einmal auszumisten und alles gnadenlos zu löschen, was nicht mehr benötigt wird. Dann könnte man alternativ selten benötigte Daten auf DVDs auslagern oder auf eine eventuell vorhandene externe Festplatte. Der dritte Weg wäre der zum Computerhändler des Vertrauens, um dort eine neue, größere Festplatte zu erwerben, wobei wir wieder am Anfang wären.
Außer auf die Speicherkapazität sollte man beim Festplattenkauf auch noch auf andere Dinge achten. Eines davon und sicherlich auch das wichtigste, ist der Anschluss. Auf dem Markt gibt es zwei verschiedene Systeme: Zum einen den althergebrachten IDE Standard, zum anderen den etwas neueren Standard Serial ATA (kurz: S-ATA). Die Entscheidung zwischen den beiden hängt nicht nur von eigenen Vorlieben ab, sonder vor allem davon, was der PC aufnehmen kann und was nicht. Im Idealfall kann er mit beiden Standards umgehen. Welcher aber nun genau zutrifft sollte man über das Handbuch oder andere Quellen rausfinden.
Ist die Entscheidung über Wunschgröße und Anschluss gefallen gibt es nur noch Kleinigkeiten zu regeln. Die Geschwindigkeit, mit der Festplatten sich drehen ist fast immer die Selbe, sie liegt bei 7200 Umdrehungen pro Minute. Es gibt einige schnellere Modelle, aber diese kosten auch entsprechend und sind meist lauter. Für Zugriffsgeschwindigkeit entscheidend ist eher der so genannte Cache, ein kleiner Zwischenspeicher in der Festplatte, je größer der Cache, desto schneller kommt man an seine Daten.
Wer all die Entscheidungen über Anschlüsse und Standards scheut oder einfach nicht in seinen PC eingreifen will, kann natürlich auch auf eine externe Festplatte zurückgreifen. Dies hat auch noch den Vorteil, dass die Daten transportabel sind, so kann man auch mal bei Freunden Videos von der Hochzeit zeigen ohne gleich eine DVD brennen zu müssen.
Für diejenigen, die sich dennoch für eine interne Lösung entscheiden, sei am Schluss noch gesagt: Vor dem Einbau PC ausschalten und vom Netz trennen, bei Unsicherheiten lieber einen Experten befragen und auch beim Kauf ruhig von einem Fachmann im Geschäft oder durch die Hotline des
Online Händlers beraten lassen.
Artikel wurde von Kevin Krüger am 26.10.2007 eingereicht