Rohrreinigung
Wer kennt das nicht oder hat zumindest nicht einmal von einer
Rohrreinigungsgeschichte im Bekanntenkreis gehört: Man hat es eilig, rechtzeitig den Job anzutreten, oder kommt gerade frisch erholt aus dem Urlaub nach Hause und sieht sich mit der Katastrophe konfrontiert, dass der Abfluss völlig verdreckt ist und das Wasser in der Wanne steht. Egal, welcher Abfluss gerade streikt - es muss schnell gehandelt werden, um Bad oder Küche wieder richtig nutzen zu können. Das Wasser sinkt nicht, aber dafür steigt die Wut bei verzweifelten Versuchen, die undankbare Aufgabe zu erfüllen. Kein wirkliches Vergnügen.
Der Otto-Normalverbraucher tendiert dazu, eine halbe Flasche Rohrreiniger in den Abfluss zu kippen und dann zu beten, dass das Rohr durch Zauberhand seinen Dienst wieder aufnimmt. Hier ist jedoch Vorsich besser! Fachleute, die in der Technik der
Rohrreinigung versiert sind, raten von der Benutzung dieser scharfen und ätzenden Pulver ab. Denn durch die chemischen Verbindungen, die der Rohrreiniger in konzentrierter Form beinhaltet, erreicht man das Gegenteil wenn man nicht genug nachspült und dann ein betonähnlicher Klumpen das Rohr verstopft.
Man kann einen noch viel gravierenderen Schaden hervorrufen. Dann drohen außerdem Ärger mit dem Vermieter und die teuren Kosten für eine Spezialfirma, die Katastrophe aufzuheben und neue Rohre einzubauen. Von den Nerven der unten wohnenden Nachbarn, denen durch den Lärm der Schlaf geraubt wird, ganz zu schweigen.
Um nicht dazu kommen zu lassen ist es besser, dafür zu sorgen, dass der Abfluss in einwandfreiem Zustand bleibt. Sicherheit bieten kleine Siebe, mit denen man die Löcher im Abfluss verkleinern kann. Diese halten den gröbsten Schmutz zurück und man leert sie in regelmäßigen Abständen. Hundertprozentige Sicherheit gibt aber auch solch ein Sieb nicht und man muss sich damit abfinden, dass man mal ein verstopftes Rohr hat und es reinigen muss. Ist dies der Fall ist eine Saugglocke erforderlich, die einen Druck auf den Abfluss verursacht und die Verstopfung so löst. Wenn man dann immernoch Rohrreiniger braucht, dann empfiehlt es sich, die kleinstmögliche Dosierung des Rohrreinigers einzusetzen.
Wenn man sich diese kleinen Regeln zu Herzen nimmt, kann man solchen kleinen Katastrophen entspannt begegnen.
Artikel wurde von Ulrike Meine am 24.09.2007 eingereicht.