Edelsteine und Schmucksteine
Edelsteine und Schmucksteine
Edelsteine wurden bereits vor ca. 5.000 Jahren in den antiken Hochkulturen Chinas, Indiens und Babyloniens als Schmuckstücke für die Herrscher- und Priesterschicht verwendet und bis heute haben diese edlen Steine ihre Faszination auf Träger und Betrachter beibehalten.
Die Bezeichnung
Edelsteine umfasst Diamanten und Farbsteine (Farbedelsteine). Zu den bekanntesten Farbsteinen zählen Sapire, Rubine, Smaragde,
Aquamarine, Topase,
Opale, und Granate - insgesamt sind bereits mehr als verschiendene 100
Edelstein-Arten gemmologisch erfasst.
Der Begriff Edelstein ist wissenschaftlich nicht exakt definiert, die früher übliche Abgrenzung zwischen Edelsteinen und Halbedelsteinen ist jedenfalls nicht mehr anwendbar. Wir sprechen von Edelsteinen, wenn das geschliffene Mineral eine möglichst hohe Transparenz bzw. Reinheit, sowie eine gewisse Seltenheit und daraus resultierend einen entsprechenden Wert aufweist.
Der jeweilige Härtegrad spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, wobei hier die früher genannte Edelstein-Mindesthärte von 7 nach Mohs keine Rolle mehr spielt.
Es gibt durchaus Edelsteine mit etwas darunter liegender Härte, wie z.B. der Tansanit, Opale, Peridots, etc., die absolut den Status „Edelstein“ verdienen und sogar zu den gefragtesten und teilweise kostbarsten Edelsteinen zählen. Dies gilt auch für zahlreiche Edelstein-Raritäten, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften für die Schmuckverarbeitung ungeeignet sind, aber bei Edelsteinsammlern teilweise absolute Höchstpreise erzielen.
Diamanten stellen unter den Edelsteinen schon aufgrund ihrer herausragenden Härte von 10 eine absolute Besonderheit dar – kein anderer Edelstein bewegt schon bei der Suche nach den Lagerstätten, seiner Gewinnung wie auch im Verkauf derartig hohe Summen.
Jene Minerale mit geringer oder ohne Transparenz , sehr häufigen
Vorkommen und geringerem Wert werden als* *
Schmucksteine** bezeichnet. Dazu zählen u.a. Mondsteine, Lapislazuli, Türkis, Malachit, Chalcedon u.v.a.
Diese werden in den meisten Fällen zu Cabochons verarbeitet oder für Ketten/Stränge verwendet – facettierte Exemplare von Schmucksteinen werden vergleichsweise selten angeboten, zumal auch der Aufwand eines Qualitäts-Schliffes in keiner Relation zum relativ niedrigen Preis des Steines steht.
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Artikel wurde von Heinz Schiendl am 24.09.2007 eingereicht.