Pilze: Gefahr im Supermarkt
Wussten Sie, dass es giftige Speisepilze gibt? Werden
Pilze nicht richtig gelagert, verderben sie sehr schnell. Pilze haben einen relativ hohen Eiweißanteil. Dieses Eiweiß ist extrem leicht verderblich. Pilze müssen immer luftig gelagert werden. Eine luftdichte Verpackung beschleunigt den Verderb enorm. Pilzsammler gehen nicht ohne Grund mit Körben und nicht mit Plastiktüten in den Wald. Wenn Sie Pilze im Supermarkt kaufen, sollten Sie besonders Vorsichtig sein – oft werden Sie in kleinen Körbchen, welche mit Plastikfolie umwickelt werden, angeboten.
Steinpilze und Pfifferlinge stammen meistens aus Osteuropa. Sie müssen natürlich erst einmal nach Deutschland transportiert werden. Dies nimmt schon einige Tage in Anspruch. Pilze müssen immer knackig bzw. hart sein. Die Frische von Steinpilzen oder Röhrlingen können Sie prüfen, indem Sie mit dem Zeigefinger auf den Hut drücken. Sollte dieser stark nachgeben, also weich sein, ist der Pilz verdorben. Informieren Sie sofort den Filialleiter.
Pfifferlinge sind noch die widerstandsfähigsten Pilze. Achten Sie auf schmierige, faule oder gar verschimmelte Stellen.
Selber habe ich schon schleimige Shiitake im Supermarkt angetroffen. Sollten diese verspeist werden, sind schwere Vergiftungen die Folge – in extremen Fällen ist sogar der Tod nicht ausgeschlossen (besonders bei alten und schwachen Personen)! Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen sind erste Anzeichen. Diese Pilzvergiftung wird als unechte Pilzvergiftung bezeichnet, da sie nicht auf Grund eines Pilzgiftes wie Muscarin auftritt. Auslöser dieser Vergiftung ist verdorbenes Eiweiß und eventuell giftige Substanzen, welche während dem Verderb entstanden sind. Die Latenzzeit (Zeit bis zum erscheinen erster Vergiftungssymptome) beträgt eine halbe bis zwei Stunden. Sollte eine Filiale sich weigern verdorbene Pilze aus dem Sortiment zu nehmen, informieren Sie den Wirtschaftskontrolldienst oder die Polizei.
Artikel wurde von Alexander R. Grabler am 08.09.2007 eingereicht.