Ein scharf fokussierter Lichtstrahl verändert die Welt

 

Ein scharf fokussierter Lichtstrahl verändert die Welt

Wer erinnert sich nicht an seine ersten Versuche, dem Banknachbarn im Kindergarten mit Hilfe eines Brennglases an einem sonnigen Sommertag ein Loch in die Haut zu brennen, oder mit dem gebündelten Strahl ein wenig trockenes Gras zu entflammen? Die überraschende Kraft des Lichtes hat seit Ewigkeiten Forscher, Erfinder und Physiker zu neuen Anwendungen angeregt.

Eine der einflussreichsten Anwendungen, die aus der Erforschung der optischen Möglichkeiten entstand, ist der Laser. Im Laser werden Lichtstrahlen mit genau einer Wellenlänge - umgangssprachlich gesprochen also mit nur einer Farbe - so stark gebündelt, dass ein Strahl selbst in einer Entfernung von mehreren Kilometern vom Sender nur wenige Millimeter Durchmesser aufweist. Die hohe Energiedichte des Lasers, verbunden mit der exakten Strahlgeometrie, erlaubt den Einsatz dieser Technologie in verschiedensten Anwendungsfeldern:

Spätestens seit der Szene im Film "Goldfinger", in dem der auf dem Labortisches des Bösewichts angeschnallte James Bond in letzter Sekunden dem Laserstrahl zwischen seinen Beinen entkommen kann, ist Laserschneiden ein Pop-Phänomen.

Ein "Star Wars"-Prequel ohne grüne oder rosa Laserschwerter, die mit sonorem Brummen ihren gefährlichen Dienst aufnehmen, ist kaum vorstellbar. Alle diese phantasiereichen Einsatzzwecke haben ihre Entsprechung auch in der realen Welt, so kommen Laser als Lichtskalpelle in der Medizin zum Einsatz und erlauben zum Beispiel die permanente Korrektur von Kurzsichtigkeit oder anderen Fehlsichtigkeiten über Augenoperationen mit Laser in einem Operationsverfahren, das mit äußerster Präzision und größter Schonung des umgebenden Gewebes arbeiten muss.

Aber auch die Unterhaltungsindustrie wäre ohne Laser nicht in der jetzigen Form vorstellbar, sind doch die zentralen Abtastelemente der CD-Player und DVD-Abspielgeräte genauso auf Lasertechnologie aufgebaut wie die aktiven Elemente, die eine Kopie von Musik oder Videos auf wieder beschreibbare optische Medien ermöglichen. Über mehr als zwanzig Jahre waren optische Trägermedien das einzige kostengünstige Mittel, große Datenmengen vernünftig zu speichern und zu verteilen. Erst der Fortschritt der Festplattentechnologie und die stetige Verkleinerung der Halbleiterspeicher führt dazu, dass aktuelle MP3-Player ohne Laser auskommen.

Der universelle Einsatz von Laser-Technologie ist aber weder auf Medizin noch auf Unterhaltungselektronik beschränkt, sondern erstreckt sich über alle Gebiete der Wirtschaft: Von Schweißrobotern über Messgeräte am Bau bis hin zu Laborausrüstungen. "Es werde Licht!"

Die 10 neuesten Artikel

Die 10 beliebtesten Artikel