Der eigene Webkatalog
Um einen eigenen Webkatalog zu starten, sind trotz der ubiquären Vefügbarkeit von entsprechenden Scripten einige Hürden zu meistern. Läßt man die Überlegung nach Sinn, Zweck und Ziel eines eigenen Kataloges einmal außen vor, stellt sich dem zukünftigen Admin interessanterweise
nicht die Frage, welches Script er benutzen sollte, sondern welches Script auf welchem Webspace problemfrei funktioniert. Betreibt man einen eigenen Server, ist dieser Punkt natürlich hinfällig, aber insbesondere Kunden der "großen" Provider können ein Lied anstimmen, wenn es darum geht, auch nur ein wenig mehr, als eine simple HTML-Seite online zu bringen. Darum lieber im Vorfeld Erkundigungen über alternative Provider mit anständigem Support einholen, die für ihre Kunden auch mal an der Konfigurationsschraube drehen. Eine MySQL-Datenbank ist bei nahezu allen Scripten übrigens Pflicht.
Ist diese Hürde genommen und ein passendes Script zur Hand, geht die Installation meist kinderleicht und menügeführt von statten.
Apropos passendes Script: Hier ist im Wesentlichen der eigene Geschmack das Auswahlkriterium, denn kostenlose Scripte stehen in ihrer Leistungsfähigkeit, einen
Webkatalog zu betreiben und Links zu verwalten ihren kostenpflichtigen Pendants in nichts nach. Der Nutzen von zusätzlichem Schnickschnack, wie Bewertungsfunktionen und ähnlichem ist dem Einragenden in 99 Prozent der Fälle egal.
Meiden Sie jedoch Scripte, die keine sauberen URLs verwenden, sondern die Seiten mit Fragezeichen und IDs aus der Datenbank klauben.
Nach der Installation des Scriptes sollte es daran gehen, das Aussehen des Kataloges ein wenig zu individualisieren, weniger, um wiedererkannt zu werden als vielmehr, um nicht verwechselt zu werden. (Ach, hier war ich schon mal - und wech...)
Geschafft der eigene Katalog ist online. Doch die Proleme beginnen erst - er ist nämlich LEER. Niemand auf dieser Welt kennt ihn und um dies zu ändern, sollten Sie sich als frischgebackener Administrator an die Promotion Ihrer neuen Schöpfung wagen. (Natürlich kann man den Katalog auch selbst mit Links füllen, aber das ist müßig und hilft der Bekanntheit kein Stück weiter).
Grundsätzlich gelten für Webkataloge die selben Grundlagen der Promotion, wie für alle anderen Seiten auch:
Optimieren der Seiten für Suchmaschinen, Suchen von Linkpartnern über ein
Linktauschforum, Fallenlassen der URL in
Signaturen, Bekanntgabe in sogenannten
Werbeforen und die berühmten 1000 andere kleine Dinge.
Der wichtigste Weg ist jedoch der Eintrag in andere Webkataloge! Fallen Sie dabei nicht auf vollmundige Versprechen von himmelhohen Pageranks herein, gerade bei den bekannten und großen Katalogen sind sie oft der dreihundertfünfzigste, der einen Webkatalog eintragen möchte. Und damit landet ihr Link sowieso ganz hinten unten, wo kein PR-Strahl mehr hinkommt. Besser sind in jedem Falle Mittelklasse-Kataloge und am besten sind
neue Webkataloge von anderen frischgebackenen Webmastern. Hier - und nur hier haben Sie die Chance, vorn gelistet zu werden. Wenn der fremde Katalog dann PR bekommt, profitiert natürlich der eigene Backlink, weil er eben nicht an Stelle dreihundertsonstwas erscheint. Erfahrungsgemäß schauen bei neuen Katalogen sehr viele Admins anderer Verzeichnisse vorbei, um ihre Kataloge einzutragen - dabei sehen sie dann Ihren Link und kommen nachher auch zu Ihrem Katalog, um sich dort zu verewigen (und "erster" zu sein). Viele von denen sind erfahrene SEOs mit anderen Projekten, manche gar beruflich mit vielen Kundenwebseiten. Und die alle kennen nun Ihren Katalog... Der Rest geht dann von allein.
Die Pflege eines Webkataloges ist Stoff für einen zukünftigen Artikel...