Geschichte der Stadt Düren

 

Geschichte der Stadt Düren

Vor etwa 2000 Jahren begann wohl die Geschichte Dürens. Damals lebten die Kelten in der Stadt und nannten ihre Ansiedlung "Durum". Später wohnten hier Germanenstämme und danach die Römer, als sie die Germanen besiegt hatten. Für ca. 400 Jahre blieben die Römer in Durum und versorgten über die Ansiedlung Köln. Im 5. Jahrhundert kamen dann die Franken nach Durum. Sie nannten die Stadt nun "Villa Duria" und benutzten sie als Pfalz für Karl den Großen, der öfters in die Stadt kam. Dort, wo früher die Pfalz stand, ist heute die Annakirche zu sehen. Durch die häufigen Besuche des Frankenkönigs gab es einen Aufschwung in Villa Duria und es entstanden viele Märkte. Als das heutige Düren im 13. Jahrhundert die Stadtrechte bekam, begann man, die Stadtmauer mit den Stadttürmen und Stadttoren zu bauen. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts soll ein Steinmetz die Reliquie der Heiligen Anna aus Mainz gestohlen und sie nach Düren gebracht haben, wo sie durch die Entscheidung von Papst Julius II.

bleiben durfte. Die Reliquie lag nun in der Martinskirche. Die Heilige Anna wurde zur Namenspatronin Dürens, weshalb es heute noch die Annakirmes und die Annaoktav gibt. Wichtige Wirtschaftszweige waren zu dieser Zeit die Textil- und Metallverarbeitung.
Nach der Zerstörung der Stadt im Krieg zwischen Herzog Wilhelm IV. von Jülich und Kaiser Karl V. wurde die Stadt neu aufgebaut. Etwa 100 Jahre später wurde Düren im Dreißigjährigen Krieg erneut zerstört. Dann brachen zwei Pestepidemien hintereinander aus. Wegen dieser Schwächung wurde Düren durch einige Angriffe wieder zerstört. Ein neuer wichtiger Wirtschaftszweig war zu dieser Zeit die Papierindustrie. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Düren eine starke Erdbebenserie. Im 18. Jahrhundert wurde Düren von den Franzosen besetzt und gehörte später zu Preußen. Zu dieser Zeit galt Düren als eine sehr wohlhabende Stadt und innerhalb von 100 Jahren hatte sich die Bevölkerungszahl etwa versechsfacht. Am 16. November 1944 wurde Düren durch Bombenangriffe komplett zerstört. Von etwa 22.000 Menschen starben über 2000. Die verbliebenen Dürener mussten Düren verlassen. Nach dem Ende des Kieges kehrten 1945 viele Dürener in ihre zerstörte Heimatstadt zurück und begannen mit dem Wiederaufbau.

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