Kampfsport Judo

 

Kampfsport Judo

Seine Wurzeln hat die in Japan entwickelte Kampfsportkunst Judo, die übersetzt „der sanfte Weg“ bedeutet, im 8. Jahrhundert.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging Judo aus der waffenlosen Selbstverteidigung Jiu-Jitsu hervor und ist Jigoro Kano zu verdanken. Seinen Weg nach Europa fand der Kampfsport über japanische Kriegsschiffe, die im Rahmen eines Freundschaftsbesuches in Deutschland anlegten. Durch eine Präsentation erlangte Kaiser Wilhelm II. Kenntnis vom Judo und ließ fortan seine Kadetten in dieser Sportart ausbilden. Heute wird Judo - seit 1964 olympische Disziplin - in mehr als 150 Ländern praktiziert und gilt als der mit Abstand beliebteste Kampfsport.

Ziel eines Judokampfes ist es, den Gegner aus dem Stand in Rückenlage zu bringen oder ihn mit einem Haltegriff 30 Sekunden lang in Bodenlage festzuhalten und so KO zu setzen. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, wie der Gegner geworfen wird, solang dies technisch einwandfrei geschieht. Für unsaubere oder ineffektive Würfe vergibt ein Kampfrichter Wertungen.

Aus diesem Grund können Sieger und Besiegter auch durch Punktwertungen ermittelt werden. Die Ausbildung zum Judoka ist an strenge einheitliche Richtlinien gebunden und beinhaltet die Demonstration komplexer Wurf-, Fall-, Stand- und Haltetechniken.

Die Judokas sind in Leistungsklassen eingeteilt, die anhand des getragenen Gürtels, des Obi, ersichtlich sind. Dabei sind Schüler- und Meistergrade zu unterscheiden. Anfänger tragen den weißen Gürtel und können als Schüler maximal den brauen Gürtel erlangen. Meistergrade beginnen mit dem schwarzen Gürtel. Die Anzuge und Gürtel können im spezialisierten Kampfsport Shop erworben werden. Der Meistergürtel Dan ist in zehn Abstufungen unterteilt. Der fünfte Dan, der nicht durch Prüfungen errungen, sondern verliehen wird, ist der Großmeistergürtel. Der Ju-Dan ist der höchste Grad, den ein Judoka erreichen kann.

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