Die Zuspitzung der Finanzkrise – eine Zusammenfassung
Das unter Federführung des IWF eingeleitete Rettungsprogramm für Griechenland, Anfang Mai 2010 wurde von den Märkten nicht angenommen. Zum einen hatten die Anleger die Befürchtung, dass Griechenland das Programm nicht umsetzen kann, zum anderen dachten viele, dass selbst bei einer Umsetzung des Programms, das Land trotzdem zahlungsunfähig bleiben könnte. Die Unruhen auf den Straßen Griechenlands, sowie die Erfordernis einen hohen Leistungsbilanzüberschuss bis 2013 erzielen zu müssen, machte den Anlegern Kummer. Die Investoren gingen einfach davon aus, dass es zu einer Umschuldung kommen müsse. Übergeordnet bedeutete dies, dass der IWF und die EU-Regierung nach Sicht der Anleger keine wirksamen Lösungsvorschläge bereithalten, wenn ein Land der EU in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Infolgedessen gingen alle davon aus, wenn noch weitere Länder wie Spanien und Portugal, dem Beispiel Griechenland folgen, dann kann dies nur zu einem Kollaps der EU führen. Viele Politiker machten immer wieder deutlich, dass wir es gerade mit einem Wetten gegen den Euro zu tun haben und die Spekulanten die Eurozone angreifen.
Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn wie bereits erläutert, wirkte ein großes finanzielles Problem auf die EU ein und niemand hatte eine Lösung. Infolgedessen wurde jedem klar, dass unbedingt schnell gehandelt werden müsse, und so entstand das 750 Mrd. Rettungspaket in einer Nacht und Nebelaktion über das Wochenende um den Märkten vor dem Wochenbeginn ein Zeichen zu setzen. Zuerst zeigte dieses Rettungspaket tatsächlich Wirkung und die Kurse erholten sich, das totale Vertrauen, wollte aber einfach nicht zurückkommen. Vielen Investoren wurde mit dieser gigantischen Summe erst deutlich gemacht, wie groß die Probleme wirklich sind.
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Artikel wurde von Steffen Kappesser am 24.05.2010 eingereicht.