Cistus - Die schöne Griechin

 

Cistus - Die schöne Griechin

Die griechische Bergrose ist eine vergessene Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum. In der Antike wurde das Harz dieser Pflanze sehr geschätzt. Bereits die Ägypter verwendeten es zum Räuchern in Tempeln, zum Balsamieren und zur Schönheitspflege. Die Pflanzen wachsen auf trockenen und kargen Böden neben Lavendel, Salbei und Rosmarin. Die rosa leicht zerknitterten Blüten ähneln denen der Heckenrose und blühen im Juli. Die Pflanze bildet das begehrte Harz in den Blättern. Kurioserweise wurde es mit Hilfe von Ziegen gewonnen. Man trieb die Tiere durch ein Gebiet mit wildwachsenden Cistrosen und das Harz blieb im Fell haften. Dieses wurde dann herausgekämmt und in heißem Wasser gekocht. Das Harz schwamm oben und wurde abgeschöpft um es weiter zu verarbeiten. Heutzutage geht das freilich ohne Ziegen.
Man erntet die oberirdischen Teile der Pflanze kurz vor der Blüte, denn dann sind die Anteile der ätherischen Öle am höchsten, und kocht sie in Wasser.
Das so gewonnene Harz, auch Labdanum genannt, wird in der Parfümindustrie eingesetzt.



Cistrosen (botanisch: Cistus incanus) kann man auch bei uns in Kübeln halten. Die Pflanze ist ein Leben in Hitze und Trockenheit gewöhnt und möchte daher einen warmen Platz, vorzugsweise an einer Südwand, da diese in den Abendstunden die gespeicherte Wärme wieder abgibt. Auch bei uns produziert die Pflanze das begehrte Harz. Man kann aus den Blättern einen leckeren Cistus Tee bereiten. Im Winter möchte die Cistrose einen hellen Platz um die 10°C haen. Es eignet sich ein Treppenhaus oder ähnliches.

Artikel wurde von Anja Walessa am 22.05.2010 eingereicht.

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