Die Festzelte auf dem Oktoberfest
Jedes Jahr kommen mehr als fünf Millionen Menschen nach München, um alte Traditionen wieder zu beleben und den Begriff des Volksfestes neu zu definieren. In den letzten Jahrzehnten haben die Veranstalter Maßnahmen ergriffen, um den Geist des Festes zu bewahren. Bei einem durchschnittlichen Bierkonsum von einem Liter pro Person kommt es nämlich sehr schnell zu Exzessen. Jedenfalls ist das Oktoberfest immer noch ein Fest für alle. Um es in all seiner Pracht zu erleben, sollten Sie den richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt auswählen.
Jedes Festzelt hat seinen einzigartigen Charakter. Das Schützenzelt, wo traditionelle Melodien erklingen, ist ein Favorit der Münchner. Das erste Schützenzelt wurde bereits 1926 aufgestellt. Die heute zu sehende Festhalle stammt aus dem Jahr 1961 und wurde im Jahr 2004 renoviert. Obwohl das Schützenzelt in seiner Anfangszeit wenig Gemütlichkeit ausstrahlte, erfreut es sich heute großer Beliebtheit.
Wenn Sie sich in der Menge verlieren möchten, reservieren Sie einen Tisch im Hofbräu-Festzelt, das fast 10.
000 Personen Platz bietet. Hier werden Sie an das Hofbräuhaus, eine beliebte Touristenattraktion, in München selbst erinnert und lernen bayerische Tradition aus erster Hand. An den Dienstagen sind im Hofbräu-Festzelt besonders Familien mit Kindern willkommen, wo nachmittags 600 Plätze freigehalten werden.
Das Hippodrom ist eines der anspruchsvollsten Zelte des Oktoberfestes. Dort treffen Sie viele Promis und die bestgekleideten Bierfans des ganzen Festes. Neben der Champagner-Mass werden auch traditionelle bayerische Spezialitäten angeboten. Wer keine Reservierung hat, sollte - wie in allen Festzelten - früh genug da sein. Das Hippodrom ist für die glamouröseren Wies’n-Besucher und solche, die etwas Abstand vom Wies’n-Tumult haben möchten.
Eine weitere Anlaufstelle für Prominente auf dem Oktoberfest ist das Käferzelt. Ausgeschenkt wird im Käferzelt bis 1 Uhr, wenn die Besucher der anderen Festzelte schon längst auf dem Nachhauseweg sind. Allerdings ist es für den gewöhnlichen Wies’n-Besucher fast unmöglich, im Käferzelt abends einen Platz zu bekommen.
Der traditionelle Oktoberfest-Anstich findet alljährlich in der Schottenhammel-Festhalle statt. Bei den Jugendlichen ist das Schottenhamel angesagt, wegen seines internationalen Flairs und den Rockkonzerten. Die erste Schottenhammel-Festhalle wurde bereits im Jahr 1867 von Michael Schottenhammel aufgestellt, als Restaurant für knapp 50 Gäste. Das Schottenhammel-Zelt war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Studenten sehr beliebt, die damals ihre Vorlesungen dorthin verlegten.
Reservieren Sie Ihren Tisch auf der offiziellen Website des Oktoberfestes einige Monate im Voraus. Bei der Ankunft finden Sie Ihren Namen und die Tischnummer auf den am Eingang ausgehängten Listen. Den Tisch teilen Sie mit zehn Leuten. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.
Wenn Sie jedoch den Touristenansturm lieber vermeiden wollen oder nicht im Voraus planen können, besuchen Sie das Oktoberfest am besten nicht an den Wochenenden. Dann wird nämlich in den Festzelten das ganze Mittelschiff für Reservierungen freigehalten.
Die
Hotels in München sind zum Oktoberfest in der Regel ausgebucht. Wir empfehlen Ihnen, einen Monat im Voraus zu buchen und Hotels in der Nähe der Theresienwiese (Veranstaltungsstandort) auszuwählen, damit Sie nichts vom Oktoberfest verpassen.
Artikel wurde von Karoline Völler am 21.05.2010 eingereicht.