Das Wasserbett und dessen Geschichte

 

Das Wasserbett und dessen Geschichte

Unter einem Wasserbett versteht man ein Bett, dessen Matratze mit Wasser gefüllt ist. Das Prinzip des Wasserbetts ist schon seit Urzeiten bekannt. Nomadische Wüstenvölker füllten vernähte Ziegenhäute mit Wasser und banden sie auf den Rücken ihrer Kamele. Diese Beutel nutzten sie in der Wüste zwar überwiegend als Trinkwasserquelle, doch da sich der Beutel Tags über immer stark aufheizte diente der Wasserbeutel während der Nacht als wärmeabgebende Schlafunterlage. Mit Kautschukplanen überzogene Wasserbecken wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Ärzten verwendet, um Patienten, die sich schwere Verbrennungen zugezogen hatten, schmerzlindernd zu betten. Auf einer solchen Matratze fühlten die Kranken/ Verletzten nicht den geringsten Druck auf die schmerzenden Stellen. Für den heimischen Gebrauch fand die Entwicklung samt Vermarktung erst in den 1960er- Jahren statt. Der US-Pionier der Wasserbettkonstruktion, Charles Hall, scheiterte im Jahr 1986 bei einem Patentierungsversuch, da das Patentamt die Patentbeschreibung von Charles Hall als bereits kulturell beschrieben bewertete.


Das Wasserbett in verschiedenen Formen
Ein Wasserbett in der heutigen Zeit kann man in verschiedene Kategorien unterteilen. Ob nun ein Softside Wasserbett, bei dem die Matratze in einer thermoisolierten Schaumstoffwanne liegt, oder Hardside, bei dem die Matratze in einem Möbelrahmen liegt, ob Masterpiece, kombiniert sowohl Hardside als auch Softside, damit jeder einen ruhigen und entspannten Schlaf findet. Natürlich gibt es auch Wasserbetten, die sich mit einem Ausgleichstank auf das Gewicht von jedem einzelnen Benutzer anpassen lassen. Selbstverständlich gibt es auch Wasserbetten mit einem höhenverstellbaren Kopfteil, sodass auch Schlafgewohnheiten nicht außen vor bleiben. Zu den Sondervarianten werden Gelbetten gezählt.

Artikel wurde von jtseo am 20.05.2010 eingereicht.

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