Die Plasmaschneidtechnik: Präzise, sauber und sicher
Wer einen
Job als Schweißer aufnimmt, der kommt oft in die Lage, mit Schweißmaschinen zu arbeiten. Zum Beispiel etwa in der Plasmaschneidtechnik. Diese wird als Alternative zum mechanischen Trennen von Blechen eingesetzt. Hier wird ein Lichtbogen durch eine Plasmadüse geführt und schnellstens auf das Werkstück konzentriert. Dieser sehr heiße, sehr energiereiche Strahl lässt das Metall aufschmelzen und entfernt die Metallreste aus der Schneidfuge.
Bei dieser, nur von
Schweißmaschinen durchführbaren, Technik ist eine hohe Schnittgeschwindigkeit festzustellen und keine Verzögerung an Wärme. Jedes Material, das ein elektrischer Leiter ist, lässt sich schneiden – und Löcher lassen sich bis zur halben Dicke des Schnitts im Nachhinein schneiden. Plasmaschneideanlagen verfügen über ein Stahlblechgehäuse, das stabil und für den Pressluftbetrieb ausgerüstet ist. Die Leitung, mit der das Gas zugeführt wird, kann durch einen Druckschalter überwacht werden; die Geräte sind so gesichert, dass sie ebenfalls unter erhöhter Gefährdung (elektrischer Art) einsetzbar sind.
Der Schneidablauf wird automatisch über eine Platine gesteuert (Europa-Format). Nach dem Drücken der Taste beginnt das Gas vorzuströmen, nach einer (halben) Sekunde zündet der erste Lichtbogen. Diesem folgt dann der Plasma-Schneidstrahl für die Zeitdauer, in der die Taste gehalten wird. Lässt man los, strömt die Luft eine Minute noch nach, um nachkühlen zu lassen.
Einen Job als Schweißer durchführen zu können, bedeutet, sich dieser theoretischen Kenntnisse bewusst zu sein, z. B. auch, die Elemente solcher Schneideanlagen aufzählen zu können, als da wären: Gleichrichter, Pilotwiderstand, Ventilator, Gas-Druckschalter, Gasventile, HF-Zündgerät, Gas-Druckschalter, Steuerung. Selbst, wenn der Schnitt auf einer lackierten Oberfläche erfolgt, ist eine sichere Zündung möglich.
Artikel wurde von Martin Richter am 19.05.2010 eingereicht.