Vorbeugung in der Schädlingsbekämpfung
In der Schädlingsbekämpfung gibt es eine große Vielfalt an Möglichkeiten und Methoden, die zur Bekämpfung der
Schädlinge eingesetzt werden können. Häufig ist es dabei so, dass die einfachsten Methoden mit dem geringsten Gefährdungspotential mehr Geduld und Zeit von den Betroffenen erfordern als der Zugriff auf die „chemische Keule“. Werden giftige Langzeitwirkstoffe ausgebracht, lässt sich der Zeitraum zwar verkürzen, aber zu Lasten der Gesundheit.
Prinzipiell gilt in der Schädlingsbekämpfung der Leitsatz:
Die beste Schädlingsbekämpfung ist die, die nicht notwendig wird. Deshalb nimmt die Vorbeugung einen großen Bereich in der Arbeit des Schädlingsbekämpfers ein. Die Vorbeugung ist ein elementarer Bestandteil der Integrierten Schädlingsbekämpfung.
Es gibt eine Vielzahl an Maßnahmen, die verhindern, dass Lästlinge oder Schädlinge zum Ort ihrer Entfaltung gelangen. Dabei werden sie einfach ausgesperrt. Eine ebenso einfache wie effektive Maßnahme auf diesem Gebiet ist das Anbringen von Fliegengittern.
Durch Fliegengitter lassen sich nicht nur Fliegen abhalten, sondern auch Wespen, Mücken, Kleidermotten und Pelzkäfer. Zusätzlich kann auch das Risiko eines Befalls mit Vorratsmotten reduziert werden, wobei diese jedoch meistens durch passive Einschleppung gemeinsam mit Lebensmitteln in die Wohnung oder den Gewerbebetrieb gelangen. Wenn besonders feinmaschige Gaze eingesetzt wird, lassen sich auch weitere Gliedertiere effektiv durch das Fliegengitter aussperren, dazu gehören beispielsweise Brotkäfer und Kabinettkäfer.
Daneben empfiehlt es sich Lebensmittel verschlossen aufzubewahren. Dazu können beispielsweise dichte Plastikdosen oder Schraubdeckelgläser eingesetzt werden. Auf diese Weise gelangen die Vorratsschädlinge erst gar nicht an die gefährdeten Lebensmittel, bzw. können falls sie schon drin sind, nicht auf benachbarte Nahrungsmittel übergreifen.
Um einem Befall von Decken oder Kleidung aus Wolle vorzubeugen, hilft häufiges Benutzen der Gegenstände oder ein Einpacken in Papier, Plastiktüten oder Leinen.
Zur Verhinderung von Ansiedlungen sollten mögliche Schlupfwinkel wie Rohrdurchbrüche, Dielenritzen oder defektes Mauerwerk verschlossen werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in der vorbeugenden „Schädlingsbekämpfung“ der Küche. Hier gilt es potentielle Schlupfwinkel, die sich in Einbauküchen, abgestellten Kartons oder gesammeltem Recyclingmaterialien häufig ergeben, zu erkennen und zu beseitigen.
Ein zentraler Faktor sowohl in der Vorbeugung als auch in der Schädlingsbekämpfung ist das Hygiene- und Abfallmanagement. Hier müssen optimale Konzepte gefunden und umgesetzt werden.
In allen Fragen der Vorbeugung und der Schädlingsbekämpfung stehen professionelle
Unternehmen der Schädlingsbekämpfung beratend und aktiv zur Verfügung.
Artikel wurde von Bianca Hilge am 18.05.2010 eingereicht.