Fettlösliche Vitamine
Fettlösliche
Vitamine können im Körper gespeichert werden. Zu ihnen zählen Vitamin A (Retinol), Vitamin D (Calciferol), Vitamin E (Tocopherole) und Vitamin K (Phyllochinon). Die in der Übersicht genannten Dosierungsempfehlungen gelten jeweils für Erwachsene.
Vitamin-E-Kapseln geraten in Verruf
Millionen von Menschen, vor allem in den USA, schlucken täglich Vitamin E, um sich vor Krebs, Herzkrankheiten und Alzheimer zu schützen. Vitamin E soll "anti-oxidativ" wirken und "freie Radikale" neutralisieren, die die Körperzellen schädigen.
Doch jetzt kommen schlechte Nachrichten aus den USA: Täglich eine Kapsel von 400 oder 800 Internationalen Einheiten (IU) Vitamin E pro Tag erhöht bei älteren Menschen möglicherweise das Risiko zu sterben. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die zwischen 1993 und 2004 an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore durchgeführt wurde.
Studienleiter Edgar Miller meint, dass Vitamin E nicht ergänzend zur Nahrung eingenommen werden muss. Vitamin E ist in fast allen Lebensmitteln vorhanden.
Besonders Nüsse, Öl, Vollkornprodukte, Salat und Gemüse sind reich an dem Vitamin. Seinen täglichen Bedarf kann man ganz einfach decken, indem man sich einmal querbeet durch das Lebensmittelangebot isst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen 12 Milligramm und für Männer 15 Milligramm Vitamin E pro Tag.
Vitamin A (Retinol) - der Freund des Augenlichts
* Aufgabe: Sehvorgang; hält Haut und Schleimhäute gesund.
* Mangelerscheinungen: Hautschäden, Lichtempfindlichkeit, herabgesetzte Sehschärfe in der Dämmerung, Nachtblindheit.
* Natürliche Quellen: Tierische Lebensmittel (Leber, Eigelb, Butter) oder als Beta-Karotin, der Vorstufe von Vitamin A, in Möhren, Tomaten, rot-orange-farbigem Gemüse und Früchten sowie grünblättrigem Gemüse.
* Empfohlene tägliche Nährstoffzufuhr der DGE: 0,8 mg (Frauen) - 1 mg (Männer).
Vitamin D (Calciferol) - der Knochenbauer
* Aufgabe: Regulation und Aufrechterhaltung des Calcium- und Phosphorstoffwechsels, Knochenbildung und -härtung. Es sorgt dafür, dass der Knochenbaustein Calcium aus der Nahrung aufgenommen und in die Knochen eingebaut wird. Ohne Vitamin D wird Calcium nur sehr schlecht resorbiert.
* Mangelerscheinungen: Entkalkung des Knochens, Knochenerweichung beziehungsweise -brüchigkeit (bei Kindern Rachitis, bei Erwachsenen Osteomalazie).
* Besonderheit: Das Vitamin D kann durch UV-Lichteinwirkung in der Haut selbst gebildet werden. Man sollte es trotzdem auch über die Nahrung aufnehmen, vor allem im Winter. Ältere Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen, sollten gegebenenfalls Vitamin-D-Tabletten nehmen.
* Natürliche Quellen: Fette Fische (Hering, Makrele), Leber, Margarine, Eigelb.
* Empfohlene tägliche Nährstoffzufuhr der DGE: 5 µg.
Vitamin E (Tocopherole) - Schutzpatron für die Zelle
* Aufgabe: Fettstoffwechsel; schützt die mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor der Zerstörung, wirkt somit als Schutzsystem für die Körperzellwände (Zellmembranen).
* Mangelerscheinungen: Wurde bei gesunden Menschen, die sich vielseitig ernähren (gemischte Kost), noch nicht beobachtet.
* Natürliche Quellen: Pflanzenöle und -fette (Rapsspeiseöl, Olivenöle), aber auch Butter, Margarine, Haferflocken (aber nur 1,5 mg/100g), Gemüse, Salate, Eier und wenig in Milch.
* Empfohlene tägliche
Nährstoffzufuhr der DGE (Schätzwerte): 12 mg (Frauen) - 14 mg (Männer).
Artikel wurde von Johann am 14.05.2010 eingereicht.