Was sind rezeptfreie Potenzmittel?
Im Internet sollten man sehr genau darauf Acht geben, was man kauft. Besonders im Bereich der Potenzmittel ist nämlich "rezeptfrei" nicht immer gleich "rezeptfrei".
Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra sind Arzneimittel und ohne Rezept eigentlich in der EU nicht erhältlich. Werden diese Produkte also im Internet rezeptfrei angeboten, sollten Sie in jedem Fall misstrauisch sein. In der EU gibt es diese Medikamente nicht ohne Rezept und auch mit einer Bestellung bei diesen Anbietern macht man sich schon strafbar.
Wirklich rezeptfreie Potenzmittel dürfen keine verschreibungspflichtigen Inhaltsstoffe enthalten.
Pflanzliche Potenzmittel bauen für gewöhnlich auf Extrakten von Pflanzen auf, denen eine potenzfördernde Wirkung zugesprochen wird, wie z.B. Ginseng.
Aber auch Aminosäuren wie L-Arginin oder Ornithin wirken sich positiv auf die Blutgefäße aus und unterstützen eine Erektion.
Diese Potenzmittel sind als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert und verursachen für gewöhnlich keine Nebenwirkungen, wie es bei Viagra und Co.
der Fall sein kann.
Deswegen ist bei Medikamenten auch eine ärztliche Beratung unerlässlich! Denn vor der Einnahme dieser rezeptpflichtigen Potenzmittel muss sichergestellt sein, dass keine lebensbedrohlichen Nebenwirkungen, wie beispielweise bei einer Herzschwäche, auftreten können.
Eine Bestellung auf eigene Faust, bei einem Anbieter der eine rezeptfreie Bestellung ermöglicht, ist somit nicht nur aus strafrechtlicher Sicht gefährlich, sondern kann unter Umständen auch Ihrer Gesundheit erheblich schaden.
Das Problem, warum dennoch sehr viele Menschen diese Risiken in Kauf nehmen ist, dass nicht alle pflanzlichen Potenzmittel den Erwartungen gerecht werden können. Deshalb ist es wichtig sich vorher über die zu erwartenden Wirkung zu informieren und, sollte keines der pflanzlichen Produkte eine Besserung bringen, einen Arzt aufzusuchen, der Sie berät und Ihnen ein Rezept für ein rezeptpflichtiges Potenzmittel ausstellt.
Artikel wurde von Matthias Bachmann am 11.05.2010 eingereicht.