Schiesser oder Calida
Schon seit der altrömischen Zeit trugen die Menschen bestimmte Kleidung unter der Oberbekleidung: Die Unterwäsche. Im 18. Jahrhundert hatte diese noch die Form von Hemden, ab dem 19. Jahrhundert gab es die ersten Unterhosen, welche für Männer geschlossen und für Frauen weiterhin offen waren. Erst 1900 konnten auch die Frauen geschlossene Unterhosen tragen.
Die Unterwäsche war damals in der Regel aus hautfreundlichem und bequemem Material wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Sie waren weiß, was als ein Statussymbol galt, denn gebleichte Stoffe waren nicht billig und zeugten so von Wohlstand, erstrecht, weil man so zeigte: Ich kann mir Wäsche zum wechseln leisten, weil die normal nicht lange weiß bleibt. Deshalb wird diese Warengruppe auch bis heute Weißware genannt.
Das Thema Unterwäsche tendiert vom Tabu immer mehr in Richtung ‚normale‘ Kleidung. Schon lange sind die Slips, BH’S und Shorts nicht mehr weiß, sondern erfreuen sich einer immer mehr wachsenden Farbenvielfalt und immer neuen Modellen.
Heute gilt es als ‚sexy‘ bei den Damen, hervor blitzen zu lassen, was drunter getragen wird. Reizwäsche fand ihren weg hinaus aus den Bordellen und hinein in die heimischen Haushalte. So konnten in Zeiten des Internets Online-Shops wie Unterwaeesche-webshop.de entstehen. Der Shop sitzt in Wandlitz und hat eine Niederlassung in Lenningen. Sie vertreiben Unter- und Nachtwäsche von verschiedenen namenhaften Herstellern wie
Schiesser, Triumph, Mey oder Calida.
Calida ist ein schweizer Wäscheunternehmen und hat sich spezialisiert auf Lingerie sowie Tag- und Nachtwäsche. Die 1941 von M. Kellenberger und H. J. Palmers gegründete Firma beschäftigt etwa 1300 Mitarbeiter. Im Jahre 2005 übernahm Calida zusätzlich die Firma Aubade aus Frankreich, ein Hersteller für luxuriöse Dessous. Heute werden die Waren von Calida und Aubade in rund 70 Ländern vertrieben.
Artikel wurde von Johannes Pechter am 05.05.2010 eingereicht.