Mit guter Musik nach Oslo

 

Mit guter Musik nach Oslo

Beim Eurovision Song Contest hat sich Deutschland in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Damit sich das ändert, haben ProSieben und die ARD eine Allianz geschlossen. Stefan Raab wurde beauftragt ein musikalisches Talent zu finden, dass Deutschland mit seiner Musik adäquat vertreten kann. Lena Meyer-Landrut heißt nun Deutschlands Grand Prix Hoffnung Nr. 1 am 29. Mai in Oslo. Die 18-jährige kommt aus Hannover und hat gerade ihr Abitur gemacht. Mit ihrer Stimme und ihrem unbeschwerten Auftreten schaffte sie es in den Mottoshows die Zuschauer zu verzaubern und wurden schnell zu einem heimlichen Musik Star der Sendung. Die prominente Jury um Chef-Juror Stefan Raab war besonders von ihrer ungewöhnlichen Auswahl der Musik begeistert. So sagte Raab treffend, „Du ist Chamäleon, Gazelle und Nachtigall in einer Person.“

Satellite – ein bisschen Lily Allen und kein bisschen Mainstream
Genau für diese besondere Mischung wurde auch der Song „Satellite“ geschrieben, er enthält Parts mit Sprechgesang ala Lily Allen und passt perfekt zum britisches Akzent des neuen Musik Stars aus der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Gerade ihre Performance und ihre Gabe Lieder schauspielerisch zu interpretieren, kommt gut an. „Du hast mir eine Geschichte erzählt“, war auch Jurymitglied und Silbermond Frontfrau Stefanie Kloß restlos begeistert von Lenas Musikinterpretation. Kritiker sagen Lena Meyer-Landrut deshalb auch eine große Zukunft als Musik Star voraus. Für ihre Fans ist sie das längst, nach ihren Sieg bei „Unser Star für Oslo“ stieg die Zahl der Fans bei Facebook auf über 16.000 User an.

Streichelzoo mit Fokus auf der Musik
Seit Ende Februar hatte die ARD-ProSieben Allianz mit insgesamt acht Shows einen Musik Star für Oslo gesucht. Dafür hatte man sich mit Stefan Raab die geballte Grand Prix-Kompetenz ins Boot geholt. Der Entertainer war selbst 2000 mit der Nummer „Wadde hadde dudde da“ am Start und produzierte die erfolgreichen Beiträge von Guildo Horn und Max Mutzke. Bei „Unser Star für Oslo“ zeigte Raab nicht nur sein gutes Händchen für Musik, sondern auch seinen großen Respekt und Einfühlungsvermögen für die jungen Künstler. Was von Dieter Bohlen als Streichzoo kritisiert wurde, sah das Feuilleton eher als erfrischende Abwechslung zu den Bloßstellungsshows alla DSDS oder Popstars. Bei „Unser Star für Oslo“ konzentrierte man sich auf die musikalischen Leistungen der Kandidaten und das Privatleben war völlig unwichtig. So hat auch Lena Meyer-Landrut keine versteckten Kinder oder gar eine Knastvergangenheit, sie ist jung, unbeschwert und liebt die Musik. Vielleicht genau das Richtige für Deutschlands Auftritt.

Auf jeden Fall eine Steigerung
Was den Eurovision Song Contest angeht, kann es eigentlich nicht schlimmer werden. 2008 landeten die No Angels auf Platz 23 von 25 Nationen. Auch im letzten Jahr ging es nur ein paar Plätze aufwärts, der Act „Alex Swing, Oscar Sings“ schaffte es trotz der Unterstützung von Dita van Teese nur auf Platz 20. Lena Meyer-Landrut kann nur gewinnen.

Artikel wurde von Maria Schröder am 03.05.2010 eingereicht.

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