Die Nylonstrumpfhose
Die
Nylonstrumpfhose auch Feinstrumpfhose) ist nicht mehr vom Markt wegzudenken.
Ihr Anteil am gesamten Strumpfhosenmarkt beträgt heute über 90 Prozent.
Gleichwohl ist die
Feinstrumpfhose eine verhältnismäßig neue Erfindung.
Der Grundstein wurde im Jahre 1937 gelegt. Hier nämlich wurden die ersten Polymere synthetisch hergestellt. Somit lag eine Faser vor, die strapazierfähig war und bald zu einem elastischen Gewebe verarbeitet werden konnte (Nylon besteht aus Kohlenstoff, Wasser und Luft).
So wurden bald schon Nylonstrümpfe hergestellt. Erst im Jahre 1958 war es jedoch durch eine Weiterentwickelung der Textilmaschinen möglich, diese Nylonstrümpfe in Massenfertigung mit einem Höschenteil zu versehen.
Nun war der Siegeszug nicht mehr aufhaltbar. Der Minirock bestimmte das Bild auf den Straßen, bereits im Jahre 1966 betrug der Marktanteil der Nylonstrumpfhosen 77 Prozent, zwei Jahre später waren es 85.
Die Nylonstrumpfhose war zum Massenprodukt geworden. Zumindest in den westlichen Staaten.
Im Ostblock war sie noch lange ein knappes Gut. So auch in der DDR. Hier wurde in der spärlichen Produktion statt Nylon ein ähnliches Material, das Dederon, verwendet.
Entgegen der landläufigen Meinung werden Feinstrumpfhosen nicht gewebt. Sie werden gestrickt, und das mit bis etwa zwei Millionen Maschen aus bis zu sechs Kilometer Garn.
Die auf der Verpackung angegebenen den- und detex- Zahlen geben Auskunft über die Dicke des verwendeten Garns. Sie geben das Gewicht des verwendeten Fadens bezogen auf die Länge an. Die üblichen Werte der üblichen Feinstrumpfhosen bewegen sich zwischen 3 bei extrem dünnen und 150 bei warmen, blickdichten Strumpfhosen. Eine gängige Nylontrumpfhose liegt bei etwa 20.
Artikel wurde von Sven Bork am 24.07.2009 eingereicht.