Einschlafhilfen

 

Einschlafhilfen

Wenn Baby zu Bett gehen soll, so ist es oft noch vom Tagesgeschehen so „aufgedreht“, daß es einfach nicht einschlafen kann oder will. Babys wollen dann mit Gewalt wach bleiben und werden, wenn sie den Gipfel der Müdigkeit überschritten haben, oft unausstehlich. Sie schreien und lassen sich nicht beruhigen, bekommen Wutausbrüche, wollen dann gar nicht mehr schlafen. Es gibt Eltern, die vertreten die Ansicht, daß es auch ohne Hilfsmittel möglich sein sollte, das Kind zum einschlafen zu animieren. Da hört man oft Babys lange schreien und weinen, bis sie davon müde geworden sind und einschlafen. Dann gibt es wieder andere Eltern, die sich zum Gitterbett des Babys setzen, mit ihm noch ein wenig spielen, mit ihm plaudern, ihm vielleicht eine Geschichte erzählen oder vorlesen. Ihm eine Schnullerkette an die Kleidung hängen, ein Kuscheltuch in die Hand geben, das grelle Licht des Zimmers ausschalten um ein Schlummerlicht anzumachen. Vielleicht gibt es dann auch noch ein Mobile, das ein Gute Nacht-Lied spielt und das Baby auf diese Art und Weise in den Schlaf schicken.

Für die Psyche des Kindes ist sicherlich die zweite Variante die eindeutig bessere. Für Eltern, die ihre wichtige Zeit nicht mit dem Baby verbringen wollen oder die es sogar als Störfaktor betrachten, ist die erste Variante die ideale. Diese Eltern sollten diesen Text nicht mehr weiterlesen, denn für sie ist keine der Zeilen gewidmet. Im Laufe der Zeit hat der Begriff Einschlafhilfe immer mehr an Bedeutung gewonnen. Das muß jetzt nicht ein Überladen der Kinder mit einem Berg von Einschlafbegleitern sein, sondern soll einen geregelten Ablauf darstellen, der es dem Baby ermöglicht, getrost die Augen schließen zu können und noch immer das Gefühl in sich zu haben, behütet zu sein. Klar gibt es auch technische Möglichkeiten, die bereits weiter oben beschrieben worden sind. Doch diese technischen Möglichkeiten sind es nicht alleine, die dem Baby beim Einschlafen helfen sollen. Es ist vielmehr ein Abrunden des Tagesablaufes und ein Kraft tanken für den nächsten Tag. Und Eltern in der heutigen Zeit, vor allem wenn sie berufstätig sind, haben es schon im Berufsleben nicht einfach. Doch auch sie sollten sich die Zeit nehmen, das Baby möglichst gemeinsam zu Bett zu bringen. Das gibt dem Baby auch das Gefühl der Geborgenheit und auch die Gewißheit, in dieser Familie geliebt zu sein.

Artikel wurde von Christoph Grill am 29.04.2010 eingereicht.

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