Kinder lernen anders

 

Kinder lernen anders

Kinder sind meistens visuelle Typen und sprechen sehr auf das an, was sie sehen können. Daher ist es ein eher schwieriges Unterfangen, einem Kind etwas erklären – sprich lernen – zu wollen, indem man überwiegend Worte benutzt. Damit wird den Kindern in der Regel bereits nach kurzer Zeit langweilig und sie wollen gar nicht mehr richtig zuhören. Da sie jedoch nicht unhöflich sein wollen, hören sie oftmals ab einem gewissen Zeitpunkt gar nicht mehr zu und schalten ihren Gehörgang auf Durchzug. Leider geht es dabei den Lehrern in der Schule nicht viel anders. Es liegt sehr an deren Geschicklichkeit, die Kinder im Stadium der Aufmerksamkeit zu halten. Das gelingt nur, indem sie den Unterricht möglichst lebendig halten. Auch die Eltern haben damit zu kämpfen, denn sie wollen ja dem Kind auch etwas lernen, dabei jedoch nicht wie Lehrer wirken. Also wählt man unauffällige Umwege wie beispielsweise Lernspielzeuge, damit die Kinder vordergründig nicht sofort erkennen, daß sie dabei, was sie tun, auch noch etwas lernen können und vor allem auch sollen.

Kugelbahnen lernen dem Kind, daß eine Kugel immer abwärts rollen wird und dabei den Weg der Bahn verfolgt. Auch die Gesellschafts- oder Familienspiele wie Mensch ärgere dich nicht lernen dem Kind, eine gewisse Reihenfolge einzuhalten, sich in Geduld zu üben und auch, nicht immer gewinnen zu können. Das sind zwar auch für das Kind immer wieder Rückschläge, dennoch erlernen sie auch, daß es im Leben immer wieder Momente gibt, die eben so sind, wie sie sind. Auch ein Lernbuch kann einen Lernprozess einleiten, den das Kind einerseits von der Zeitgestaltung und auch von den Übungen her selbst steuern kann. Meistens ist ein Lernbuch mit lustigen Figuren bestückt und auch die Aufgaben sind viel cooler als in einem Schulbuch – und durch diese kindergerechte Aufbereitung beginnen plötzlich Kinder zu rechnen und wollen gar nicht mehr aufhören, weil es für sie eine Herausforderung ist, die sie natürlich bewältigen wollen. Denn damit können sie den Eltern ja zeigen, daß sie schon viel gelernt haben. Ein Lernbuch eignet sich vor allem auch dafür, daß man es in den Urlaub mitnehmen kann, denn immer wieder wird es im Urlaub den Kindern langweilig werden – und diese Zeit läßt sich wunderbar mit einem Lernbuch überbrücken. Das hat dann dazu auch noch den Zusatznutzen, daß die Schule auch in den Ferien nicht in Vergessenheit gerät.

Artikel wurde von Christoph Grill am 29.04.2010 eingereicht.

Die 10 neuesten Artikel

Die 10 beliebtesten Artikel