Das Usenet - das Downloadparadies im Schatten des Internets
Kaum einer kannte vor drei oder vier Jahren das Usenet. Nur erfahrene PC-Profis wussten um das rießige Netzwerk und profitierten "im Stillen" davon. Als der Usenetprovider
Usenext jedoch 2005 auf den Markt kam und eine große Werbekampagne startete war plötzlich das Usenet in aller Munde.
Diverse andere Anbieter wie Firstload, iload (ehemals Alphaload) und andere sprangen auf den Erfolgszug auf und boten in den folgenden Jahren einen einfachen und schnellen Zugang zum Usenet.
Das Usenet kann als eigenes Netzwerk im Internet bezeichnet werden - so laufen auf verschiedenen Standorten Serverfarmen, welche rießige Kapazitäten besitzen und mit extrem schnellen Leitungen ausgestattet sind.
So können Nutzer von kommerziellen Usenetzugängen ihre Internetleitung eigentlich immer voll auslasten - sogar Downloadgeschwindigkeiten von 80mbit/sec stellen meist kein Problem dar.
Eine solch hochmoderne und teure Infrastruktur kann natürlich nicht kostenlos angeboten werden. Deshalb kostet ein Usenetzugang - je nachdem wieviel Sie im Usenet herunterladen - monatliche ein paar Euro.
Zum Beispiel kosten 20GB Volumen bei Prepaid-Usenet.de aktuell 5,90€.
Sie können auch eine Flatrate kaufen, bei der das Downloadvolumen unlimitiert ist, der Preis jedoch meist nach der Downloadgeschwindigkeit gestaffelt ist.
Für rund 20€ monatlich erhalten Sie aber bereits Flatrates, die die meisten Nutzer mit voller Geschwindigkeit herunterladen lassen.
Den User erwarten Millionen Gigabyte an Filmen, Videos, Musik, Games und zahlreichen Themenbereichen zum Diskutieren. Zum Teil lagern hier in den sogenannten "Binary Groups" auch massenweise urheberrechtlich geschützte Dateien. Der Download dieser Dateien ist - auch wenn es nicht wie beim Filesharing zurückverfolgbar ist - natürlich illegal.
Doch viele User treibt es größtenteils nur wegen diese Daten ins Usenet um z.B.
Filme zu downloaden. Sicherlich begünstigt ein anonymer und unzensierter Usenetzugang dies. Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass man sich dabei strafbar macht - auch wenn es keiner mitbekommt.
Wer einmal das Usenet testen möchte, kann dies mit kostenlosen Testaccounts z.B. von Usenext oder Firstload zwischen 2-4 Wochen lang tun. Sollte der Dienst einem nicht zusagen, so kann man den Account ganz einfach auf der Homepage kündigen.
Artikel wurde von Christian Rieber am 26.04.2010 eingereicht.