3 – 30 Tierarten sterben täglich aus

 

3 – 30 Tierarten sterben täglich aus

Unsere Erde ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Und sie ist nicht nur das, sondern auch der Ursprung und Erhalter dieses Lebens. Aus diesem Grunde fragen sich viele, warum wir so achtlos und zerstörerisch mit dieser, unserer Erde, umgehen.

Jeden Tag verschwinden Tierarten von diesem Planeten, unzählige einzigartige Kreaturen und Gewächse,w elche sich über Jahrhunderte und Jahrtausende entwickelt haben, und nie jemanden geschadet haben.

Jeden Tag verliert die Natur mehr ihrer einzigartigen Entwicklungen, und das aus teilweise erschreckenden Gründen. Für billiges Palmenöl, billiges Papier, billiges Holz oder Farmerweiterungen werden die Regenwälder abgeholzt, Ökosysteme zerstört und Lebensräume einzigartiger Tierarten verkleinert und vernichtet. Den Orang Utan, unseren nächsten Verwandten unter den Tieren, gibt es bald wahrscheinlich nicht mehr, wir rotten ihn systematisch aus. Der Südchinesische Tiger ist wohl mittlerweile ausgestorben. Und eine Baumfroschart, die erst vor vier Jahren in Lagos entdeckt worde, haben wir mittlerweile in Rekordzeit erfolgreich von dieser Erde verdrängt.


Das traurige an dieser Entwicklung ist, dass sie so ungestört fortschreitet. Niemand scheint zu realisieren, dass wir die Natur brauchen, und dass wir ohne die Regenwälder selbst nicht bestehen können.

Vor 10 Jahren gab es einen Aufschrei in der EU, und die Politik versprach Besserung. Neue Tierschutzabkommen, Schutzgebiete und Fangquoten sollten eingeführt werden, um zumindestens die akut bedrohten Arten zu schützen. Wie auch immer, jetzt, im Jahre 2010, wurde fesgestellt dass die meisten dieser Beschlüsse keinerlei Wirkung gezeigt haben. Um einen erfolgreichen Tierschutz zu gewährleisten brauchen wir noch einmal 10 Jahre, wird uns gesagt. Darüber hinaus hat die letzte Konferenz keine neuen Beschlüsse gefördert, da sich Länder wie China dagegengestellt haben.

Tierschützer sind entrüstet. Eine internationale Konferenzschaltung letzte Woche führte zu keinem Ergebnis, da viele resigniert haben. Ein alter Spruch drängt sich da unabdingbar auf:

"Zwei Planeten treffen sich im Weltall. Sagt der eine zum anderen: "Wir haben uns aber echt lange nicht gesehen. Wann war das letzte Mal? Vor 3 Millionen Jahren? Wie gehts dir denn?". Erwidert der andere: "Hey, ja, mir gehts gar nicht gut. Habe mir einen Virus eingefangen – Homo Sapiens." Darauf bekommt er folgende Antwort: "Oh, das ist ja echt übel!! Homo sapiens? Aber keine Sorge, hatte ich auch mal – die verschwinden von alleine wieder".


Artikel wurde von Jonas Bootmann am 22.04.2010 eingereicht. E-Mail: j.bootmann[at]googlemail[dot]com

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