Nie ohne Prototyp

 

Nie ohne Prototyp

Ingenieurbüros, die sich in der Fertigung einen Namen gemacht haben, verfügen meist über eine große Erfahrung beim Prototypenbau. Ohne Prototyp können Ingenieure und Kunde nicht erfahren, ob die Maschine das leisten kann, was man sich von ihr versprochen hat. Mittels Computer unterstütztem Design hat man zwar schon viele Probleme mit Werkstoffen, Material und Schmierstoffen berechnen und im 3-D-Verfahren plastisch antizipieren können, aber die Probe aufs Exempel muss der Prototyp leisten. Stimmen die Berechungen der Ingenieure und die des Computers? Wie verhält sich der Prototyp an seinem Standort, also: wie beeinflusst die Umgebung die Technik der Maschine?

Je treffender die Simulationen im Vorfeld waren, umso weniger Probleme werden bei den Probeläufen des Prototypen auftauchen. Aber ohne die Testphase unter realen Bedingungen wird keine Fertigungsmaschine ihre Arbeit aufnehmen. Zumindest nicht, solange verantwortungsvolle Ingenieure und seriöse Auftraggeber zusammen arbeiten. Wenn ein ungetesteter Automat für eine Fertigung bereitgestellt wird, ist das Risiko einfach zu groß, dass die Maschine nicht das produziert, was man von ihr erwartet.



Unerwartete Störungen beim Anfahren und plötzliche Hindernisse, mit denen auch vorausschauende Ingenieure nicht rechnen können oder man trifft am Ende nicht auf die Bedingungen, die mit dem Kunden abgesprochen waren. Was dann? Dann gibt es möglicherweise ganz schnell einen Produktions-Stopp und der Kunde bekommt Lieferprobleme. Das will natürlich niemand. Was kann man dann tun? Nachbessern oder Umbauen? Was noch schlimmer ist: wieder zurück in die Entwicklungs-Phase? All das wird am Ende erheblich kostspieliger als sich mit einem ordentlichen Prototypen in einem Testlauf unter realen Bedingungen erst mal die Finger schmutzig zu machen.

Artikel wurde von Andreas Mettler am 21.04.2010 eingereicht. E-Mail: presse[at]mettlerweb[dot]de

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