Biodiesel aus Jatropha

 

Biodiesel aus Jatropha

Jatropha ist die Hoffnung vieler, die an eine ökologische und Co2-neutrale Versorgung mit Biodiesel glauben wollen. In Zeiten von Peak Oil wird an allen Fronten nach Alternativen zu konventionellen Treibstoffen gesucht. Aus Pflanzen wie Raps, Soja oder Ölpalmen wird Biodiesel gewonnen. Zuckerrohr wird zu Bioethanol und aus Biomasse wird BtL-Treibstoff (Biomass to Liquid). Oft spielt in diesem Zusammenhang die Tank oder Teller-Diskussion eine Rolle, weil nachwachsende Rohstoffe und Lebensmittelpflanzen in Flächenkonkurrenz stehen.
Aus der Sicht vieler Optimisten könnte Jatropha dieses Problem lösen, denn die Wildpflanze wächst auch auf ertragsschwachen Böden, die für die Lebensmittelproduktion nicht zur Verfügung stehen. Die Früchte von Jatropha Curcas sind sehr ölhaltig. Allerdings wachsen auch hier die Bäume nicht in den Himmel. Aus einem wenig nährstoffreichen Boden können keine Wundererträge an Öl erwachsenden. Dazu kommt, das Jatropha Curcas eine Wildpflanze ist, die noch nicht durch Züchtung optimiert wurde.

Dieses Faktum beihaltet natürlich auch noch ein großes Potential, wenn die Zuchterfolge, wie sie bei anderen Pflanzen in der Vergangenheit erzielt wurden, bei Jatropha nachgeholt werden. Dieses Potential wird auch von vielen Automobilherstellern geteilt. Daimler und GM setzen große Hoffnungen in Jatropha. Länder wie Indien, Indonesien und die Philippinen forschen intensiv und bauen auf großen Flächen Jatropha an. Auch in Afrika ist Jatropha ein wichtiges Thema. In den kleinen Niederlanden sind mehrere Firmen aktiv, die zum Teil an der Börse notiert sind und gigantische Agrarflächen in den genannten Ländern bestellen, um Biodiesel zu produzieren. Auch Daytrader aber auch seriöse Anleger haben das Thema entdeckt. Eine Gemengelage, die die Zukunft von Jatropha in einem sehr günstigen Licht erscheinen lässt.

Artikel wurde von Peter Müller am 14.04.2010 eingereicht.

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