Die Technik eines Kondensatormikrofons
Je größer die Membran eines Mikrofons ist, desto besser sind auch die Werte für die Empfindlichkeit und das Rauschverhalten, wohingegen der sogenannte Frequenzgang und die Dynamik abnehmen. Hinzu kommt außerdem, dass Großmembran-
Kondensatormikrofone selbst alleine wegen ihren Ausmaßen den eingehenden Ton grundlegend verändern können. Mikrofone mit kleinen Membranen haben hingegen eine wesentlich geringere Größe und sind deshalb hervorragend für solche Aufnahmen geeignet, bei denen es auf die Natürlichkeit und die Realitätstreue der Wiedergabe geht. Großmembranmikrofone werden eher eingesetzt, wenn eine Stimme oder ein Instrument auf eine bestimmte Art und Weise klanglich hervorgehoben werden soll.
Weil diese Art von Mikrofon jedoch so empfindlich ist, sollte man sie vor Körperschall schützen und idealerweise nicht an einem festen Stativ montieren, sondern in einer flexiblen Apparatur - der Mikrofonspinne - befestigen.
Die Grenze, ob ein Mikrofon zu den Groß- oder Kleinmembranmikrofonen gezählt wird, wird bei rund einem Zoll gezogen; das entspricht rund 2,5 Zentimetern.
Während ihre Größe schon immer unterschiedlich war, so verändert sich die Stärke der Membranen immer mehr in die winzigen Bereiche und es wurden bereits Modelle mit einigen Mikrometern dicken Goldbeschichtungen vorgestellt, die bis in höhere Frequenzen vordringen.
Den Klang eines Kondensatormikrofons kann man genau wie bei allen anderen Mikrofonen durch den Herstellungsprozess nachvollziehen, denn sowohl der Klang als auch die Richtwirkung werden durch die Tatsache ob es sich um ein Druck- oder um ein Druckgradientenmikrofon handelt, maßgeblich beeinflusst.
Kondensatormikrofone eignen sich normalerweise nicht für den direkten Anschluss an den herkömmlichen PC, deswegen bedient man sich in der Regel eines Vorverstärkers oder einer speziellen Soundkarte, die den Anschluss eines Kondensatormikrofons erlaubt.
Artikel wurde von Vivian Mosby am 09.04.2010 eingereicht.