Die „billigen“ Alleskönner
Da haben sich schon viele gewundert – ein Supertintendrucker zu einem beeindruckend günstigen Preis. Und was der noch alles kann: Faxen, Telefonieren und Kopieren, alles zusammen für weniger als 100 Euro. Wer nur drucken, faxen und kopieren will bekommt schon Geräte knapp über 50 Euro. Da schlägt man natürlich zu. Es ist ja durchaus praktisch für so viele Funktionen nur ein Gerät benutzen zu müssen. Das erste Stirnrunzeln über diese neue Anschaffung kommt, wenn die Starter-Farbpatronen leergedruckt sind und ein neuer Satz Tinte fällig wird. Und egal ob „brother“, „canon“, „lexmark“ oder „hp“, wenn auch noch die schwarze Farbe ersetzt werden muss, kommt man mit den Kosten ganz schnell in die Nähe des Anschaffungspreises unseres Multi-Talents. Und wer viel druckt muss dann entsprechend „bluten“. Da denkt man sich, dass die Drucker-Hersteller in Wahrheit Tintenpatronenfabrikanten sind und das wirkliche Geschäft erst mit der Tinte beginnt. Das ist nicht zu kritisieren, aber wenn man mal „am Haken“ der Tintenhersteller hängt, wird es übers Jahr durchweg ganz schön kostspielig.
Aber es gibt natürlich einen Ausweg aus dieser Tinten-Falle und der ist sogar enorm umweltfreundlich: der kostenbewusste Druckeranwender geht zur „
Druckertankstelle“ und die füllt ihm die leergepumpten Patronen mit neuer Druckertinte wieder nach. Zu einem Preis, der in der Regel weniger als die Hälfte des Original-Fabrikats ausmacht. In der Druckertankstelle werden die mitgebrachten Original-Patronen vor der Befüllung erst mal auf ihre Funktionstüchtigkeit untersucht und komplett gereinigt; denn was hilft es, wenn die Patrone neu aufgefüllt wird, aber unzureichende Druckergebnisse bringt. Das will keiner und schon gar nicht die Händler beim Nachfüllservice. Wird der Kunde nämlich enttäuscht, wird er die Schuld bei der Druckertankstelle suchen und sich wohl oder übel wieder mit den teureren Original-Patronen anfreunden.
Artikel wurde von Andreas Mettler am 08.04.2010 eingereicht.