Barack Obamas beruflicher Werdegang
Nach seinem Abschluss an der Elite Universität Columbia arbeitete
Obama zuerst bei einer Beraterfirma in New York. Dann trat er eine Stelle bei der NGO New York Public Interest Research Group an und kümmerte sich am City College in Harlem um Studenten. Das Jahr 1985 verschlug ihn nach Chicago, wo er einen Job in einem kirchlichen Gemeindeentwicklungs-Projekt bekommen hat. Vier harte Jahre lang war er dort als Sozialarbeiter unterwegs.
In diese Zeit fiel auch seine Entdeckung des christlichen Glaubens, bei der Trinity United Church of Christ, einer afro-amerikanischen Gemeinde. Vorher war sein Leben im wesentlichen ohne Glauben verlaufen. Das erklärt auch Gerüchte, Obama sei in Wirklichkeit ein Moslem; etwas, worauf sein Mittelname Hussein hinzudeuten scheint. Dies stimmt jedoch nicht; eher könnte man ihn als Atheisten bezeichnen. In der Gemeinde in Chicago fand Obama zu Gott - und zu einer glaubensmäßigen Heimat.
1988 ging Obama nochmals an eine Uni; er studierte in der Harvard Law School Verfassungsrecht.
Auch Harvard ist eine echte Elite Universität. 1990 wurde er dort zum Chefredakteur des Harvard Law Review gewählt; dies ist die höchste Position, die ein Student dort überhaupt erlangen kann. Wie bei der Präsidentschaft, war er auch dort der erste Schwarze, der dieses Amt bekleidete. Während seiner Zeit in Harvard lernte er auch seine spätere Frau kennen, Michelle Robinson. Die beiden haben zwei Töchter.
1991 ging es zurück nach Chicago, wo
Obama das Project Vote leitete, eine Kampagne für die Präsidentschaftswahl 1992. 1993 trat er als Anwalt in eine Kanzlei ein, wo er sich vorwiegend um Fälle von Diskriminierung am Arbeitsplatz kümmerte. Außerdem unterrichtete er auch Verfassungsrecht, und zwar an der Chicago University. Auch wenn er sich aus der direkten Politik noch immer heraushielt, gab es doch in seinen Vorlesungen Anzeichen dafür, dass das Weiße Haus bereits damals ein Traum für ihn war.
Die Bekanntschaft zu "Slumlord" Antoin Rezko, später als Betrüger vor Gericht gestellt, und ein Hauskauf der Familie Obama werfen einen Schatten auf die weiße Weste des heutigen Präsidenten der USA, aber Obama hatte sich damals zwar in schlechte Gesellschaft begeben, sich jedoch rechtlich korrekt verhalten.
1996 begann endlich seine Karriere in der Politik, zu der ihn Freunde schon lange gedrängt hatten. Er wurde Senator in Illinois. 2000 bewarb er sich um einen Sitz im Repräsentantenhaus, und verlor zunächst die parteiinterne Vorwahl. Trotzdem ging seine politische Karriere geradezu atemberaubend steil aufwärts. 2004 zog er als demokratischer Senator in den US-Senat in Washington - und 2009 wurde er Präsident der Vereinigten Staaten.
Artikel wurde von Holger Weishaupt am 06.04.2010 eingereicht.