Was tun bei Zahnarztangst?
Unter
Zahnarztangst leiden mehr Menschen als sich der medizinische Laie vorstellen kann. Fast zwei Drittel der Deutschen haben Angst vor dem Zahnarzt. Neben der unangenehmen Zahnbehandlungsangst, gibt es jedoch auch noch die so genannte Zahnarztphobie. Bei diesem Krankheitsbild hat sich die Zahnarztangst so weit verstärkt, dass die Betroffenen teilweise überhaupt nicht mehr zum Zahnarzt gehen. Schon Situationen oder bestimmte Geräusche, die sie an den Zahnarztbesuch erinnern, versetzen sie in Panik. Auch wenn diese überhaupt nichts mit dem Arzt oder der Praxis zu tun haben. Wenn irgendwann sogar die Kontrolluntersuchungen aufgrund der starken Angst vermieden werden, hat dies katastrophale Auswirkungen auf die Mundhygiene der Angstpatienten. Teilweise ist die Panik so groß, dass die Betroffenen auch bei Problemen mit den Zähnen oder starken Schmerzen nicht zum Arzt gehen. Oft zieht solch ein Verhalten auch ästhetische Beeinträchtigungen nach sich. Doch was können die Patienten tun, um sich von ihrer Angst zu befreien? Der erste Schritt besteht darin, sich einen Zahnarzt zu suchen, der weiß, wie man mit
Zahnarztphobiepatienten umgehen muss.
Denn es gibt zahlreiche Maßnahmen, um einem Angstpatienten den Zahnarztbesuch wieder zu ermöglichen. Der erste Schritt ist ein klärendes Vorgespräch, in dem noch nicht behandelt wird. Der Arzt sollte hierbei lediglich sein Vorgehen erklären. Auf diese Weise hat der Patient das Gefühl, den Überblick und damit die Kontrolle über das zu behalten, was auf ihn zukommen wird. Auch lernt er, dass nicht jeder Zahnarztbesuch Schmerzen nach sich ziehen muss. Der nächste wichtige Schritt ist, die Behandlung auch wirklich schmerzfrei ablaufen zu lassen. Dazu stehen eine Reihe wirksamer Schmerzmittel zur Verfügung. Im Extremfall kann aber auch unter Vollnarkose behandelt werden, um den Patienten ein schmerzfreies Zahnarzterlebnis zu bescheren. Nach der erfolgreichen Behandlung fehlt nur noch der letzte Schritt: Der Patient sollte ohne Angst zur Nachuntersuchung kommen.
Artikel wurde von Sebastian Unterhuber am 15.03.2010 eingereicht.