Auf der Spur der Nibelungen
Die
Wachau ist ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet. Es liegt in Niederösterreich und zieht sich circa über dreißig Kilometer an der Donau entlang. Weinkenner wissen sicherlich einiges über die Wachau. Um den Wein herum gibt es zahlreiche Feierlichkeiten in dieser Gegend, die auch für Besucher sehr interessant sind. Weintaufe, Rieslingfest oder Wachauer Weinfrühling sind nur einige Beispiele. Zum Weinfrühling gibt es kostenlose Weinverkostungen, die jeweils am ersten Maiwochenende stattfinden. Bekannt sind vielleicht Steinfeder, Federspiel oder Smaragd. Das sind Kategorien, in die einige Wachauer Winzer ihre Weine einteilen. Schon die alten Römer nutzten die günstigen Bedingungen dieser Gegend für den Weinanbau. Dank Kaiser Joseph II und seinem Buschenschank-Erlass wurde die Weintradition fortgeführt.
Dieser Erlass war die offizielle Erlaubnis für Weinbauern auf ihrem Grund und Boden, Wein an Gäste auszuschenken. Das war die Geburtsstunde des Heurigen. Heuriger kann zum einen eine Bezeichnung für einen Wein sein.
Man meint damit also einen jungen Wein, der seine Gärung noch nicht abgeschlossen hat. Gleichzeitig nennt man eine Buschenwirtschaft Heuriger. Weil echte Heuriger nur zu festgelegten Zeiten geöffnet haben, gibt es den
Heurigenkalender Wachau. An diesem können sich Besucher orientieren und ihre Reise entsprechend planen.
Bei einem Gläschen Wein kann man sich dann Geschichten und Sagen erzählen lasen, die sich um dieses Gebiet ranken. Darin kommen so interessante Gestallten wie Richard Löwenherz, das Donauweibchen und sogar die Darsteller der Nibelungensage vor. Letztere mussten zweimal die Donau hinunter ins Hunnenland ziehen und kamen so auch durch die Wachau. Daher gibt es denn auch die Nibelungengau, die bei Melk endet.
Artikel wurde von Andreas Mettler am 31.03.2010 eingereicht.