Wirtschaftsinformatik als Fernstudium

 

Wirtschaftsinformatik als Fernstudium

Wie der Name Wirtschaftsinformatik bereits verrät, hat dieser Studiengang seine Wurzeln in den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik. Es werden aber auch Methoden aus den Soziawissenschaften, wie Ethik, Soziologie und Psychologie und aus Wissenschaftsdisziplinen wie Systemtheorie und Kybernetik vermittelt.

Der Schwerpunkt im wirtschaftlichen Bereich liegt auf der Betriebswirtschaftslehre. Diese beschäftigt sich mit Berechnungen über wirtschaftliche Zusammenhänge im kleinen
Bereich, d.i. vornehmlich mit dem Unternehmen an sich und nicht - wie die Volkswirtschaftslehre - mit der sog. Makroökonomie. Volkswirtschaft würde sich beispielsweise damit beschäftigen, wie viele Unternehmen zueinander agieren.

Die Wirtschaftsinformatik befasst sich ebenfalls mit dem Entwerfen von Theorien zu Informations- und Kommunikationssystemen - sie muss nicht zwangsläufig als computerbasiert angesehen werden.

Sie ist eine rein empirische Wissenschaft, d.i. im Gegensatz zu z.

B. Philosophie
erhält sie all ihre Ergebnisse direkt aus der Erfahrung. Ihr Ziel ist es heraus zu finden, wie die Daten, die sie durch ihre Theorien ermittelt, extrapoliert werden
können.

Weitere Gebiete des informatischen Teilbereiches des Studienganges sind z.B. Spieltheorie oder auch künstliche Intelligenz. Bei der Spieltheorie beschäftigt man sich mit dem Aufstellen von stochastischen Aussagen über den Ausgang von
Ereignissen. Als Beispiel sei hier John Nashs Nash-Equilibrium genannt.

Es besagt folgendes - in einer Analogie geschildert: wenn eine hübsche Frau von vielen Männern umgarnt wird, wird nur einer das Rennen machen.
Die Verlierer dieses Szenarios gehen leer aus, da die Freundinnen der Schönen nicht zweite Wahl sein wollen. Folglich gibt es hier nur einen
respektive zwei Gewinner und sehr viele Verlierer. Also ist Konkurrenz nicht zwangsläufig gut für die Allgemeinheit. Dieses Prinzip lässt sich beispielsweise auf die Wirtschaft übertragen. Auch beschäftigt sich die Wirtschaftsinformatik mit Internetökonomie und
Business-Intelligence, d.i. der wirtschaftlichen Nutzung des Internets bzw. wie man Daten zwecks systematischer Analyse eines Unternehmens erlangen und diese auswerten kann.

Die Wahl ein Wirtschaftsinformatik Fernstudium zu machen sollte wohl überlegt sein. Es bietet zwar Vor- aber auch Nachteile. Ein großer Vorteil ist selbstverständlich die Möglichkeit seine Zeit selbst einteilen zu können. Man muss nicht zwingend an Seminaren teilnehmen, sondern kann teils sogar in Teilzeit studieren und so nebenbei einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Arbeitgeber ein Fernstudium positiv bewerten. Denn der Student wird nicht wie ein Schüler zum Lernen gezwungen. Er arbeitet selbstdiszipliniert und selbstständig an der Erweiterung seines
Horizontes. Ein Nachteil ist, dass der Inhalt schwerer zu verstehen ist, da man sich weniger mit anderen über den vermittelten Lerninhalt verständigen kann.

Artikel wurde von Daniela Adra am 30.03.2010 eingereicht.

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