Mediterranes Flair im Garten

 

Mediterranes Flair im Garten

Kräuter aus dem mediterranen Raum wie Thymian, Salbei oder Rosmarin sind auch bei uns einfach zu kultivieren. Sie geben durch ihr einzigartiges Aroma, sowohl im Garten als auch in der Küche, einen ganz besonderen Flair. Durch die leiseste Berührung, zum Beispiel während des Streifens der Pflanzen im Vorübergehen, entwickelt sich ein assiotiativer Duft und es stellt sich ein Wohlgefühl ein. Um dieses sinnliche Erlebniss geniessen zu können, ist eine Auswahl an passenden Pflanzen nötig.

Mediterrane Kräuter sind besonders gut mit Prairiestauden und Steppenpflanzen zu kombinieren. Sie bevorzugen ganz ähnliche Standortbedingungen. So passt beispielsweise Currykraut mit seinen gelben Knöpfchenblüten auf silbrigem Laub ganz hervorragend zu den dunkelblauen Kerzen des Steppensalbeis. Zudem betört Currykraut durch sein herbes Aroma. Prairiepflanzen wie Sonnenhut und Indianernessel wirken sehr schön als Leitstauden in einem mit Lavendel umgrenzten Beet.
Auch Ysop und Bergbohnenkraut sind als kleine Heckenpflanzen geeignet und gut schnittverträglich.

Zusammen mit Euphorbien und Agastachen bilden sie eine harmonische Einheit.

Es finden sich neben den herbaromatischen Kräutern auch solche, die ein lieblich fruchtiges Aroma bieten. Dazu gehören die bereits erwähnten Agastachen. Sie liefern ein minzig-anisiges Aroma.
Besonderheiten wie die Zitronenverbene werden bereits seit 200 Jahren in Frankreich unter dem Namen Verveine kultiviert. Sie liefert einen erfrischenden zitronigen Tee, der auch kalt ganz köstlich schmeckt. An einer geschützten Stelle mit Vlies abgedeckt übersteht die Zitronenverbene (Aloysia triphylla) auch unsere kalten Winter.

Bei der Anlage eines mediterranen Beetes ist zu bedenken, dass die Pflanzen einen sonnigen Standort und einen durchlässigen sandigen Boden mit gutem Wasserabzug bevorzugen. Es eignet sich auch ein Platz vor einer Mauer, die in südwestlicher Richtung liegt. Diese gibt nach Sonnenuntergang noch gespeicherte Wärme ab. Eine Kalkung des Bodens sollte alle zwei Jahre im Spätsommer erfolgen.
Bei der Standortwahl des beliebten Rosmarins muss man etwas mehr Sorgfalt walten lassen. Er ist empfindlich gegen kalte Ostwinde im Winter und sollte einen Platz bekommen, der ihn vor der austrocknenden Wintersonne schütz.

Artikel wurde von Anja Walessa am 20.03.2010 eingereicht.

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