Medientraining für Schule und Ausbildung

 

Medientraining für Schule und Ausbildung

Wenn man das Stichwort Medientraining hört, denkt man vermutlich zunächst an die Schulungen, die Seminarleiter, Politiker und andere Personen des öffentlichen Interesses erhalten können, um vor Kamera und Mikrofon die Angst zu verlieren und mit den modernen Medien adäquat spielen zu können. Aber was ist mit der Seite der Konsumenten? Wann ist Medientraining wichtig, um auch aus Nachrichten, Fernsehsendungen und Schulungen die Inhalte herausfiltern zu können, die für den weiteren Lebenslauf wichtig und von Interesse sind? Schon in den Schulen werden die Kinder heutzutage auf den Umgang gerade mit dem Internet vorbereitet. Unter Aufsicht ist dort der Besuch verschiedener Webseiten möglich, es kann über die Inhalte dieser Webseiten mit Freunden, Lehrern und mittlerweile in vielen Fällen auch Sozialarbeitern diskutiert werden. Die Kinder verlieren früh die Angst vor den modernen Kommunikationswegen - aber stumpfen sie dabei nicht auch ab? Auch dafür ist ein Medientraining nützlich, das auf der einen Seite das Spiel mit Kamera und Mikrofon schult und die Schwierigkeiten, vor einer größeren Menge Menschen zu sprechen, nehmen kann, auf der anderen Seite aber auch lehrt, mit den Ergebnissen dieser Sendungen, Webseiten und weiteren Möglichkeiten von Kommunikation und Information umzugehen.

Daher wäre es wichtig, Sendungen in Fernsehen oder Radio im Familienkreis zu besprechen und auf die Ängste sowohl von Kindern als auch von Eltern in dem Bereich einzugehen. Welche Nachrichten sind wirklich informativ und welche sind reine Sensationsmache? Was wird wegen einer so genannten Saure - Gurken - Zeit künstlich hochgekocht und was ist wirklich ein Thema, mit dem sich die Auseinandersetzung lohnt? Medientraining muss nicht nur die Seite sein, die den modernen Menschen lehrt, mit den Medien zu spielen. Es kann und sollte auch die Seite sein, die uns den Filter vor Augen und Ohren setzt und deutlich macht, welchen Mitteilungen Glauben zu schenken ist und welchen nicht.

Artikel wurde von Andreas Mettler am 17.03.2010 eingereicht.

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