Roßtrappensage

 

Roßtrappensage

Der Harz ist eine zu Recht eine sehr beliebte Urlaubsregion in Mitteldeutschland. Naturliebhaber kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Zeitgenossen, die gern auf historischen Pfaden wandeln. Kletter- und Wanderbegeisterte finden an den zum Teil recht steil aufragenden Felsen vor allem im Bodetal immer neue Herausforderungen. Eisenbahnfans bekommen angesichts der überwiegend noch mit Dampfloks betriebenen Harzer Schmalspurbahnen leuchtende Augen. Ein Muss bei Harzbesuch ist sicher auch der Aufstieg zum Brocken. Welche der ausgewiesenen Routen man dabei wählt, hängt sicher auch von der Kondition des einzelnen ab. Aber kann ja auch für eine Tour bequem mit der Brockenbahn hinaufschnaufen.

Das wild-romantische Bodetal, welches sich zwischen Treseburg und Tale erstreckt, gehört auch durch seine mit Sagen und Mythen durchgedrungene Geschichte auf jeden Fall zu den herausragenden Reise- und Wanderzielen. Hoch über dem Tal erhebt sich ein Ausflugs- und Aussichtpunkt, den man auf keinen Fall versäumen sollte: Die Roßtrappe.

Der Legende nach verfolgte der Riese Bodo die schöne Königstochter Brunhilde, die sein Begehren nicht erwiderte und ihn abgewiesen hatte. Auf der Flucht vor Bodo gab Brunhilde ihrem Pferd die Sporen und übersprang die sich vor ihnen auftuende Felsschlucht. Dort wo das Pferd auf der anderen Seite aufkam, hinterließ es mit seinem Huf einen tiefen Abdruck im Felsgestein, der bis heute deutlich sichtbar ist und dem der Felsen seinen Namen verdankt.

Der Riese Bodo stürzte jedoch, beim Versuch ihr nachzusetzen in die Tiefe und ließ in dem im Tal dahinströmenden Fluß sein Leben. Seitdem heißt der Fluss Bode und auch die Bennennung Bodetal ist somit auf den Riesen Bodo zurückzuführen.

Artikel wurde von Torsten Maue am 16.03.2010 eingereicht.

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