Strom in Frankfurt – die Mainova AG
Gerade beim
Strompreisvergleich stößt man mitunter immer auf die vier größten Energielieferanten E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Und selbst bei kleineren Firmen ist die Beteiligung dieser vier Anbieter oftmals begeben.
Etwas anders verhält es sich jedoch bei den
Stromanbieter Frankfurt, da hier die Mainova AG eine markbeherrschende Stellung einnimmt.
Frankfurt zählt neben der großen Einwohnerzahl vor allem auch wegen dem Flughafen und dem damit verbundenen enormen Stromverbrauch zu einem sehr wichtigen Standort für Stromlieferanten. Somit erscheint also gerade im Bereich Frankfurt eine kleine Enklave der Energiegiganten, weil hier eben nicht die üblichen Versorger die Vormachtsstellung inne haben, sondern eine Firma wie Mainova den Ton angibt.
Die Mainova AG ist aus dem Zusammenschluss der Frankfurter Stadtwerke und der Maingas AG hervor. Größter Teilhaber ist mit ca. 75 % immer noch die Stadt Frankfurt. Die restlichen Anteile werden unter verschiedenen Investoren aufgeteilt.
Doch allerdings führt diese Enklave zu keinem geregelten Markt, wie viele es sich gerne wünschen.
Vielmehr existiert hierdurch ein Mikrokosmos, der die wirtschaftliche Entwicklung auf dem gesamten deutschen Strommarkt wiederspiegelt. Die Mainova AG kann durch die Vormachtstellung auch hier Preise überwiegend diktieren. Durch die geschichtliche Entwicklung stand ihr auch lange Zeit die Eigentumsstellung des Stromnetzes zu. Zwar wurde zwischenzeitlich eine eigene Netzgesellschaft (NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH) gegründet, ist aber nichts weiter als eine Tochterunternehmung mit entsprechender Beteiligung und Einflussnahme der Mainova AG.
Einzig und alleine die hohe Beteiligung der Stadt Frankfurt lässt vermuten, dass dem allgemeinen Markt Rechnung getragen und ausreichend Wettbewerb gewährleistet wird. Die kleinen Stromanbieter in Frankfurt würden dies entsprechend mit geringeren Preisen danken.
Artikel wurde von Lars Munz am 16.03.2010 eingereicht.