Reiten mit oder ohne Trense
Reiten mit oder ohne Trense - das ist ein Thema, welches viele Pferdefreunde bewegt. Was ist pferdefreundlicher, wie kann ich besser Kontakt zum Pferd aufbauen? Es gibt Befürworter und Gegner sowohl des Reitens mit als auch ohne Trense. Generell ist zu sagen, dass viel wichtiger ist, dass man mit dem Pferd vorsichtig und umsichtig umgeht und es niemals mit Gewalt zu etwas zwingen möchte. Dort sorgsamen Umgang können sowohl Trense als auch die gebisslosen Zäumungen vom Pferd ohne Qual angenommen werden.
Eine normale Trense mit Gebiss wirkt auf das Maul des Pferdes. Das einfachste Gebiss ist die Wassertrense. Sehr häufig wird aber auch die Olivenkopftrense benutzt. Diese kann nicht so leicht im Pferdemaul durchrutschen - und dadurch Schmerzen zufügen - wie die Wassertrense. Fortgeschrittene Reiter benutzen häufig ein Pelham oder auch eine Kandarenzäumung, welche deutlicher auf das Pferdemaul einwirkt, was jedoch im Sport oft unumgänglich ist.
Wie ein Gebiss im Pferdemaul wirkt, kann man leicht herausfinden, wenn man mit den Fingern die Mundwinkel des eigenen Mundes breit zieht.
Natürlich ist ein Pferd nicht so empfindlich wie der Mensch, doch man versteht dann, dass Zerren im Pferdmaul Schmerzen verursacht. Darum sollte der Kontakt zwar so sein, dass das Pferd korrekt am Zügel steht, doch sie auch dehnen und entspannen kann. Einheiten am hingegebenen Zügel gehören deshalb in jedem Fall dazu.
Neben dem Gebiss gibt es auch noch
Trensen, welche auf den Nasenrücken des Pferdes wirken - so genannte Hackamore und Bosal Trensen. Diese werden von einigen Experten als Pferdefreundlicher dargestellt, andere sehen sie als das gerade Gegenteil an. Fakt ist: Wer mit gebisslosen Trensen umgehen kann, der wird dem Pferd nicht weh tun. Doch wer einen immensen Druck auf das Nasenbein ausübt, der kann dieses unter Umständen sogar brechen.
Manche Reiter bevorzugen es auch, gänzlich ohne Trense auszukommen und das Pferd nur mit einem Halfter und eingehängtem Strick zu reiten. Auch das ist natürlich möglich, allerdings muss man dafür eine sehr gute Beziehung zum Pferd aufgebaut haben, da es sich sonst nicht kontrollieren lässt. Vielleicht kann man diese Art der "Zäumung" als pferdefreundlichste ansehen, allerdings ist Sport damit nicht möglich.
Artikel wurde von Michaela Kümmerer am 14.03.2010 eingereicht.