Der Punk im Business
Sascha Lobo, ein
Punk, ist Deutschlands erfolgreichster Blogger. Millionen Menschen lesen regelmäßig die Einragungen von dem Punk im Internet. Sascha Lobo hat damit eindrucksvoll bewiesen, dass Punk und wirtschaftlicher Erfolg sich nicht ausschließen. Im Gegenteil! Bei dem Blogger ist aufgrund seiner Frisur zu erkennen, dass er ein Punk ist. Mit seinem gepflegten Irokesenschnitt fällt Lobo überall auf, sogar ein großes Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche nutzte die Popularität von dem bloggenden Punk. Doch ist es möglich, dass der eine oder andere Punk ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, ohne dass man ihn als Punk erkennt?
Einer der wohl populärsten Business Punks ist zweifellos Richard Branson. Mittlerweile ist dieser getarnte Punk zum Sir geadelt worden. Branson ist der Gründer und Herrscher von dem Virgin Konzern. Zu seinem Unternehmenskonzept gehört es, wie ein
Punk, regelmäßig zu provozieren. Dabei lässt der Punk in Nadelstreif keine Gelegenheit aus, seine Mitbewerber, Behörden und sich selbst zu persiflieren.
Branson ist ein Draufgänger und Visionär. Wie ein Punk, stört sich der erfolgreiche Unternehmer nicht daran, was die Mehrheit der Gesellschaft über ihn denkt.
Ebenfalls unter die Kategorie Punk fällt Steve Jobs. Der charismatische Apple-Gründer lebt seinen Traum und focht viele Jahre einen schier sinnlosen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, namens Microsoft aus. Hier gibt es interessante Parallelen zu einem Punk: Während sich die Punkbewegung in den 80ern gegen die Politik, Gesellschaft, atomare Aufrüstung und Leistungsdruck auflehnte, griff Jobs regelmäßig den beinahe Monopolisten Microsoft an. Bis vor wenigen Jahren wurde Jobs dafür belächelt. Heute lacht niemand mehr über den Punk im schwarzen Rollkragen Pullover. Wie ein Punk blieb Jobs seinen Prinzipen treu und nahm keine Rücksicht auf die vorherrschenden Meinungen und Zwänge. Er tat, was er für richtig hielt.
Manche Entscheidungsträger in der Wirtschaft und Politik lebten einmal als Punk. Wenige stehen dazu, die meisten wollen darüber nicht sprechen. Doch Punk zu sein ist mehr als nur ein entsprechendes Outfit: Punk zu sein ist eine Lebenseinstellung.
Artikel wurde von Elizabeth Bourne am 06.03.2010 eingereicht.