Die Sorgen eines Vermieters
Gemeinhin werden Vermieter eher als glückliche Menschen gesehen. Sie besitzen schließlich Immobilien und diese sogar nicht nur für den Eigenbedarf. Sie können es sich leisten ihr Eigentum zu vermieten und damit daran zu verdienen. Ganz gleich, ob es sich dabei um ein Haus, eine Wohnung oder einfach um eine
Lagerhalle handelt, Einkünfte werden in jedem Fall erzielt. Doch wer selbst keine Immobilien besitzt, weiß nicht, wie schwer das Leben eines Vermieters manchmal sein kann. Denn die Objekte vermieten sich keineswegs von selbst. Immer wieder ziehen etwa im Falle von Mietwohnungen Mieter aus und es muss Ersatz gefunden werden. Schon allein eine Anzeige im Internet oder einer Zeitung zu schalten erfordert Zeit, Geld und Nerven. Im Anschluss müssen Besichtigungstermine ausgemacht, den potentiellen Mietern die Wohnung gezeigt und alle Details erklärt werden. Auch die Überprüfung der Angaben des Interessenten gehört zum Prozedere. Und manchmal hilft alle Vorsicht nichts. Sogenannte „Mietnomaden“ sind heute weiter verbreitet als man denkt.
Sie schaffen es oft mit unwahren Angaben einen Mietvertrag zu ergattern, zahlen jedoch sehr schnell die Miete nicht mehr und verwüsten dafür den Wohnraum. Solche unerwünschten Bewohner wieder los zu werden kann sehr schwierig werden. Und wenn letztendlich diverse rechtliche Schritte erfolgreich waren, muss meist die gesamte Wohnung renoviert werden. Überhaupt sind die Renovierung- und Instandhaltungskosten ein beträchtlicher Faktor, den unkundige Beobachter meist vergessen. Der Vermieter ist nicht nur im Falle eines Schadens durch Mietnomaden, sondern generell für die Erhaltung der Wohnungen oder des Hauses zuständig. Das heißt, bei jedem Rohrbruch, jeder verstopften Toilette und etwaigen undichten Fenstern wird der Vermieter zur Kasse gebeten. Im Falle von
Gewerbeimmobilien muss manchmal auch das gesamte Dach einer Lagerhalle erneuert werden. In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint das Dasein eines Vermieters nicht unbedingt erstrebenswert und man wundert sich nicht, warum so viele Immobilienbesitzer ihr Eigentum durch eine Hausverwaltung betreuen lassen.
Artikel wurde von Stefanie Sperling am 10.02.2010 eingereicht.