Dispokredit
Der Dispokredit wird auch kurz Dispo genannt. Dies ist der mögliche Betrag den eine Bank dem Kunden einräumen kann um einen kurzfristigen Kreditbedarf zu decken. Die Höhe des Betrages wird von der Bank festgelegt, und kann nur bis zu diesem Betrag überzogen werden. Die Überziehung kann das Dreifache des monatlichen Geldeingangs betragen. Der Kontoinhaber muss aber auf jedem Fall volljährig sein. Alle Personen unter 18 Jahren können Ihr Konto nur im Guthaben führen. Der Kreditrahmen wird normalerweise ermöglicht, sobald regelmäßige Einnahmen auf dem Konto erscheinen, oder das Konto eine Zeit lang positiv geführt wurde.
Die Höhe der erlaubten Überziehung ist normalerweise auf den Kontoauszügen festgehalten. Für den Dispokredit werden außer dem regelmäßigen Geldeingang keine weiteren Sicherheiten gefordert. Der in Anspruch genommene Kredit kann je nach Wunsch des Kunden ausgeglichen werden.
Für diesen
Kredit werden von den Banken Sollzinsen berechnet.
Der Zinssatz ist variabel und hängt von dem Leitzins bei der Europäischen Zentralbank ab.
Die Sollzinsen werden nicht für den eingeräumten Kreditrahmen berechnet, sondern für tatsächliche Überziehung auf dem Konto.
Häufig gewöhnen sich die Kunden an den Dispokredit, und führen Ihr Konto ständig im Soll. Durch den Gehaltseingang wird das Konto zwar dann für einen kurzen Zeitraum wieder ausgeglichen, doch die oftmals hohen Zinsen führen häufig dazu, das der Dispo irgendwann mal nicht mehr ausreicht. Wer sehr kontrolliert mit seinen Ausgaben umgeht, hat die Möglichkeit auch über längeren Zeitraum mit einem Dispo zurecht zu kommen.
Wenn man jedoch merkt, das die Zinsen für den Dispokredit zu hoch sind, sollte man sich noch einmal mit der Bank zusammen setzen, und sich beraten lassen. In vielen Fällen ist es so, das ein günstiger
Ratenkredit sich besser eignet als ein Dispokredit.
Artikel wurde von Christoph Grill am 01.03.2010 eingereicht.