Strategien für Bewerbungsgespräche

 

Strategien für Bewerbungsgespräche

Wie können Sie sich effizient und zielführend auf eine Bewerbung vorbereiten? Weiterführende Informationen finden Sie auf: www.ajb-training.de

Wie gehen Sie bestens präpariert in ein Vorstellungsgespräch? Grau ist alle Theorie. Wenn Sie einen Bewerbungsratgeber lesen oder sich in den einschlägigen Internetforen bewegen, dürfte ihr Trainingseffekt bei nahezu Null liegen. Erstaunlicherweise beginnen alle Ratschläge zur Vorbereitung mit der Anfertigung einer perfekten Bewerbungsmappe, Ihrer Eintrittskarte in ein Auswahlverfahren.

Fest steht aber auch, dass Sie zuvor grundlegende Vorbereitungen dafür treffen sollten. Lernen Sie die Branche kennen, in der Sie arbeiten wollen! Es genügt nicht, dass Sie das Portfolio Ihres zukünftigen Arbeitgebers kennen. Entscheidend sind auch einschlägige Kenntnisse der Konkurrenz, der Chancen und Erwartungen, der Stärken und Bedrohungen in dieser Branche. Selbst wenn Sie einen Posten anstreben, der branchenübergreifend ähnlich ausgeübt wird, wenn Sie also als Personaldisponent arbeiten, sind doch spezifische Kenntnisse grundlegend und entscheidend.

Ihr neuer Arbeitgeber möchte das Gefühl der Identifikation mit Unternehmen und Wirtschaftszweig vermittelt bekommen!

Zusätzlich sollten Sie sich nicht nur die allgemeinen Grundkenntnisse aneignen, sondern das aktuelle Geschehen in der Tagespresse verfolgen. Mit großer Regelmäßigkeit werden solche Kenntnisse - oftmals zwar beiläufig, deswegen aber nicht weniger entscheidend - im Jobinterview abgefragt.

Erst wenn Sie sich so vorbereitet haben, können Sie Ihrer Bewerbungsmappe den Feinschliff verpassen. Viel zu häufig sind Unterlagen und Anschreiben stereotyp, nichtssagend und stehen in keiner Beziehung zur offerierten Stelle und Branche.

Was können Sie neben der Erlangung branchenspezifischer Kenntnisse und der Recherche über ihren potenziellen Arbeitgeber noch tun?

Erstens: Üben Sie charmanten Small-Talk! Für diejenigen, die auf einer Party schnell Anknüpfungspunkte mit bis dahin unbekannten Gästen finden, und die sich, obwohl sie niemanden kennen, ganz schnell wohl fühlen, ist die Aufgabe im Jobinterview lösbar. Für diejenigen, die es nicht können, heißt es: ÜBEN! In aller Regel werden Ihrer Interviewer mit allgemeinen Fragen zur Anreise, zum Befinden oder möglicherweise auch zur Gestaltung Ihres letzten Wochenendes beginnen. Jetzt ist es wichtig, vorbereitet zu sein, die richtige Länge der Antwort zu finden und mit freundlichen und inhaltlich einwandfreien Sätzen zu punkten.

Viele Bewerber fürchten gerade diese Situation, dabei kann man sie hervorragend trainieren und perfektionieren. Um es zu verdeutlichen: Im angelsächsischen Sprachbereich nimmt dieser Teil der Bewerbung einen herausragenden Stellenwert ein. Aber auch in Deutschland gilt: Wem es gelingt, eine gute Beziehungsebene zum Interviewer bereits bei den einleitenden Sätzen herzustellen, hat im weiteren Verlauf des Bewerbungsgesprächs immense Vorteile. Die Wichtigkeit des Small-Talks wird unterschätzt; wenn man sich jedoch einmal klar gemacht hat, dass man, wenn man in einem Vorstellungsgespräch sitzt - das erste Ausschlussverfahren also bereits überstanden hat - hinsichtlich der fachlichen Qualifikationen ganz offensichtlich als geeignet angesehen wird, dann kommt es ganz entscheidend darauf an, wie man beweist, dass man der geeignete Kandidat für die Stelle ist, indem man sich in die Firmenhierarchie einfügt und durch das entsprechende Sozialverhalten glänzt.

Der zweite wichtige Baustein Ihrer Vorbereitung ist das Einüben einer Selbstpräsentation. Wenn sich Kandidaten in einem Vorstellungsgespräch selbst vorstellen müssen, geraten sie regelmäßig in Aufregung und absolvieren diese - in aller Regel drei Minuten dauernde Aufgabe - mehr schlecht als recht. Dabei ist es so einfach!

Präsentieren Sie sich farbig!Es ist die einzige Situation im Bewerbungsgespräch, wo Sie das Heft des Handelns allein in der Hand halten! Wenn Sie eine gute Position eingenommen haben, tief aus- und wieder eingeatmet haben, dann beginnen Sie zu sprechen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ruhe. Sprechen Sie klar und deutlich, vermeiden Sie Fachwörter, Anglizismen und Interna. Eigenpräsentationen lassen sich vorab einfach einstudieren und üben. Ganz wichtig: Keine auswendig gelernten und gestelzten Formulierungen verwenden, sondern sympathische Farbtupfer setzen und so eine Unverwechselbarkeit herstellen.

Es gibt viele Techniken, die der Betrachtung lohnen. Rückwärts chronolgisch oder nicht - profil- oder stellenbezogen, unter Nennung von Freizeitaktivitäten oder alleinige Fokussierung auf den beruflichen Werdegang. Entscheidend ist die Balance zwischen Informationsweitergabe und Unterhaltung, ein Faktor den fast alle Kandidaten sträflich vernachlässigen.

Artikel wurde von Andreas Jungfer am 26.02.2010 eingereicht.

Die 10 neuesten Artikel

Die 10 beliebtesten Artikel