Wie reinigt eigentlich der Geschirrspüler?

 

Wie reinigt eigentlich der Geschirrspüler?

Wie bei der Handwäsche, so kommen auch bei der maschinellen Reinigung von Geschirr, also Töpfe, Gläser, Tassen, Teller, Besteck usw. verschiedene Faktoren zusammen, die die Reinigung ermöglichen. Wer schon mal beim Zelten mit minimaler Ausstattung versucht hat, den Teller und das Besteck von Essensresten zu befreien und so sauber zu reproduzieren, dass beide Essgerätschaften für Stunden pausieren können (ohne die Gefahr einer Schimmelbildung), weiß, wie aufwendig die Reinigung sein kann. Spült man – wie beispielsweise oft in der Gastronomie, weshalb dort zum Teil Kaltspülmittel verwendet werden können – direkt nach der Verschmutzung, so besteht eine große Chance, dass Reinigung mittels klarem und kaltem Wasser weitgehend erfolgreich ist.
Schon eine kurze Zeitspanne von wenigen Minuten erschwert die Arbeit erheblich – etwa, wenn man auf dem Campingplatz das Geschirr erst zum Waschraum befördern muss. Dann unterstützen chemisches Reinigungsmittel (Spülmittel oder gar Seife), heißes Wasser, Wasserdruck sowie mechanischer Druck mit einer Bürste oder einem Schwamm die Tätigkeit.


Ähnlich sieht es beim Spülvorgang im Geschirrspüler aus. Allerdings genießt der Geschirrspüler Vorteile und zeigt auch Nachteile. Vorteilig ist etwa der Umstand, dass beim Spülvorgang nicht auf die Gefährdung des Menschen geachtet werden muss. Das bedeutet etwa, dass die Hitze des Wassers, der Wasserdruck oder die Zusammensetzung des Reinigungsmittels die Empfindsamkeit der menschlichen Haut ignorieren kann, solange nach dem Reinigungsvorgang alles wieder gut gespült wird.
Nachteilig wirkt sich allerdings das geringere Potential der Reinigungskontrolle im Geschirrspüler aus. Bei der Handwäsche kann der Mensch jedes Geschirrteil einzeln je nach Verschmutzungsgrad mit mehr oder weniger Aufwand (etwa mechanischem Druck mittels Bürste) bearbeiten. Er kann auch Sonderfälle von Verschmutzungen erkennen, die möglicherweise eine exklusive Reinigung (Einweichen lassen über Nacht) notwendig erscheinen lassen. Dadurch reduziert sich beispielsweise die Gefahr, dass während der Reinigung Schmutz mit großer Hitze in die Lasur von Tassen oder Tellern eingebrannt wird. Der Geschirrspüler kann das gesamte Geschirr nur gleichmäßig nach vorgegebenen Standards reinigen, wobei es sich um pauschalisierte Werte handelt. Im Normalfall funktioniert das gut, kann aber eben auch dazu führen, dass das Geschirr nach der Reinigung verschmutzter ist als vorher. Eine besondere Gefahr besteht diesbezüglich vor allem bei Steingut. Hier ist die Lasur oft nicht so stabil und erfährt mit den Jahren Risse. Zudem kann die Spülmaschine auch nicht erkennen, wenn durchgehende Schnitte im Steingut ein Zerbrechen der Geschirrteile zur Folge haben können.
www.geschirrspueler.eu

Artikel wurde von Mark Heinemann am 15.02.2010 eingereicht.

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