Haarmultiplikation als neuer Chance bei Haarausfall
Bis zum heutigen Tage stellt Haarausfall eine ungelöste medizinische Aufgabe dar. Selbst wenn die Folgen in der Regel nur kosmetische Natur sind, führt Haarausfall zu einer immensen psychischen Belastung der Betroffenen.
Die bisherigen Therapien schlagen nur bei einem Teil der Betroffenen an. Die Methode der Haartransplantation kann zwar punktuell kahlen Stellen ausgleichen, ist aber durch den begrenzten Nachschub an natürlichen Haaren auf der Kopfhaut investiert.
Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass verschiedene vollkommen neue Verfahren aus dem Bereich der
Haarmultiplikation zur Marktreife geladen werden. Das Konzept der Haarmultiplikation ist einfach: vorhandene Haare entweder im Körper oder außerhalb des Körpers zu neuem Wachstum und zur Abteilung anregen, so also die Zahl der vorhandenen Haare schlichtweg zu vergrößern.
So einfach dies klingen mag, so schwierig ist es in der Praxis. Haare sind zwar einerseits komplexer autonomer Apparate, sind aber ebenso eingebettete in die Haut und in ihrer oberflächlichen Strukturen.
Das Haarwachstum wird in einem engen Zusammenspiel mit diesen Hautzellen ausgelöst. Die Aufgabe der Wissenschaft besteht also darin, entweder die Signalfaktoren der Hautzellen herauszufinden und sinnvoll einzusetzen, oder ganze Hautbereiche zu züchten, unter Einschluss der Haarfollikel.
Die neuen Erkenntnisse der Tierwissenschaften haben aber geholfen, das bisher immer noch lückenhafte Verständnis von Haarausfall und Haarwachstum verbessern. Erste Produkte sind bereits in klinischen Studien, und haben dort ihre Wirksamkeit bewiesen. Firmen wie Aderans und Trichoscience sind intensiv mit der Entwicklung beschäftigt.
Allerdings ist bis jetzt noch nicht klar, ob sie nun wirklich zu Marktreife gelangen werden. So kompliziert ist der Vorgang der
Haarmultiplikation, zumal anschließend auch das Problem der richtigen Einpflanzung geklärt werden muss, so dass die Haare in eine natürliche Richtung wachsen. Es bleibt also spannend, und es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis die Produkte in Europa zugelassen sind.
Andreas Staedtgen
info [at] sensitiv,de