Der vermeintliche Kampfhund

 

Der vermeintliche Kampfhund

Der Bullmastiff, in der heutigen Zeit zur Kategorie der Kampfhunde gehörend, wurde im 19. Jahrhundert in England als so genannter Wildhütehund verwendet. Die Wahl fiel auf den Bullmastiff, weil die Voraussetzungen entsprechend eng angesetzt waren. Die Wildhüter hatten Bedarf an einem Hund, der sowohl athletisch ist als auch wenig bellt. Die Fellfarbe des benötigten Hundes durfte im Dickicht nicht zu erkennen sein. Ferner war eine wichtige Auflage, dass die entsprechende Hunderasse einen Wilddieb zwar überwältigen musste, diesen aber nicht verletzen durfte. Der Grund dafür ist, dass damals die Wilddieberei unter Androhung der Todesstrafe verboten war. Wilddiebe wurden zu dieser Zeit öffentlich angeprangert. Die Notwendigkeit für eine derartige Hunderasse war im 19. Jahrhundert gegeben, da die Kluft zwischen reich und arm immer größer wurde und die armen Bevölkerungsschichten aus Hunger wilderten. Die gängigen Hunderassen wie die Englische Bulldogge, erfüllte diese Anforderungen nicht, da sie zu ungestüm vorging.

Der Mastiff konnte ebenfalls keine Verwendung finden, da diese Hunderasse für die Erfordernisse zu träge war. Die logische Konsequenz war eine Kreuzung dieser beiden Hunderassen, die heute zur Gruppe der Kampfhunde zählt.

Das Ergebnis dieser Kreuzung war ein perfekt auf diese Erfordernisse abgestimmter Hund. Aufgrund der Lautlosigkeit bei der Jagd auf Wilddiebe legte der Bullmastiff seine Stirn in Falten, so bald er Witterung aufgenommen hatte. Für dieses Zusammenspiel war es unabdingbar, dass eine extrem enge Beziehung zwischen dem Wildhüter und dem Bullmastiff bestand. Entgegen der Eintragung in die Liste der Kampfhunde wird der Bullmastiff in der heutigen Zeit überwiegend als Polizei-, Blinden-, Fährtensuch- und Rettungshund eingesetzt.

Artikel wurde von Torsten Maue am 20.01.2010 eingereicht.

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