Kindererziehung - Regeln
In jedem Haus gibt es Regeln, auch wenn sie nicht niedergeschrieben sind. In Schulen gibt es Schulregeln, die niemand anzweifelt. Sogar in der Kinderkrippe gibt es diese. Bei Schulkindern sollte man sich auch diese Mühe machen und Kinderregeln oder eigene Hausregeln zwischen den Familienmitgliedern auszuhandeln und diese auch nieder zu schreiben. Denn wenn man genau diesen Punkt außer Acht lässt, dann werden diese Kinderregeln wie ein Sandkorn im warmen Wüstenwind verblasen werden. In diesen Regeln sollten die Aufgaben der einzelnen Familienmitglieder definiert sein – so wie wer räumt den Geschirrspüler ein oder aus, wann werden die Hausaufgaben gemacht, wer räumt wann welches
Zimmer auf, wer bringt den Müll zum Container, wer
bügelt wann, wer ist wofür bei gemeinsamen Mahlzeiten zuständig. Mahlzeiten ist jetzt genau das Stichwort. Eine Aussage eines Schuldirektors einer Mittelschule vor kurzer Zeit war – Kinder brauchen Regeln und Kinder brauchen Grenzen – und ganz wesentlich – Kinder brauchen Fixpunkte.
Fixpunkte für die Kinder könnten ein gemeinsames Frühstück in der Zeit von…bis… sein, oder ein gemeinsames Mittagsmahl in der Zeit von….bis….. oder ein gemeinsames Abendessen von …. bis…. . Und nach Möglichkeit sollten diese Zeiten auch von allen Familienmitgliedern eingehalten werden. Wochentags wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, gemeinsam zu frühstücken oder gemeinsam das Mittagessen einzunehmen. Also bleibt in Wirklichkeit nur das Abendessen, das gemeinsam eingenommen werden kann. Und das ist dann auch eine gemeinsame Zeit, die allen Familienmitgliedern zur Verfügung steht gemeinsam zu essen und über Dinge zu sprechen, die sich am heutigen Tage ereignet haben oder etwas zum Thema zu machen, das jemanden schon länger beschäftigt. Diese Fixpunkte sind für alle Familienmitglieder Orientierung und Halt zu gleicher Zeit und sollten auch von allen Familienmitgliedern genutzt werden. Auch das gemeinsame herrichten und auch das gemeinsame abräumen des Tisches fördert die Zusammengehörigkeit innerhalb der Familie. Also sind Regeln nicht immer einschränkende, sondern durchaus auch bereichernde Maßnahmen.
Artikel wurde von Christoph Grill am 14.01.2010 eingereicht.