Ein denkwürdiger Jahresausklang
Den diesjährigen Silvesterabend werde ich so schnell nicht vergessen. Es sollte ein eher ruhiger und beschaulicher Jahreswechsel werden mit wenigen guten Freunden und ein paar Kaltgetränken und natürlich Böllern. Insgesamt aber nicht die Riesenparty, da alle Anwesenden auf Grund stressiger Tage bewusst keine große Party gesucht haben, sondern eher den gemütlichen Jahresausklang. Aber da einfach nur rumsitzen ja auch langweilig ist wollten wir irgendein Partyspiel spielen, bis schließlich die Raketen steigen sollten. Weil im Keller nur wenige Spiele rumlagen kamen wir schnell auf Monopoly, wobei einer der Gäste uns auf eine ungewöhnliche Spielweise namens
Biermonopoly hinwies. Die Regeln sind eigentlich nicht groß anders, nur erhält man Geld ausschließlich für das Leeren eines Bierglases (mit Inhalt natürlich). War ne witzige Idee und fing langsam an, jedoch ist eine der Spielparteien relativ schlecht gestartet und früh in Geldsorgen gekommen. Dementsprechend stieg deren Bierkonsum. Weil die beiden aber irgendwann richtig motiviert waren, das Spiel mittels ertrunkenem Geld noch zu drehen kam es dann auch so, dass die Beiden dank überproportionalem Bierkonsum sich wieder „liquide getrunken“ haben.
Es war ein Riesenspaß, jedoch mussten wir das Spiel kurz vor 0 Uhr dann doch abbrechen, weil ausgerechnet die beiden oben genannten auf die Schlossallee mit Hotel kamen und ein Begleichen der fälligen Summe dann doch eine gesundheitsschädliche Wirkung gehabt hätte...
Der Jahreswechsel verlief dann doch ziemlich exzessiv, denn die beiden Schlossallee-Besucher mussten Ihrem Spieltrieb deutlich Tribut zollen. Die Artikulation verlief mehr und mehr interpretationswürdig ab und nach den anstrengenden Feierlichkeiten in der Kälte überkam die beiden plötzlich eine ziemliche Müdigkeit (wieder im Warmen), die sich durch Schlafen auf dem Tisch äußerte. Um diese Zeit ist es ja auch leider fast unmöglich ein Taxi zu organisieren, so dass der beschriebene Zustand erstmal für einige Stunden fest zementiert wurde. Insgesamt stieg die Stimmung auf Grund weiteren Konsums von Bier-Monopoly-Geldeinheiten (auch ohne weiter zu spielen) stark an, so dass weitere Partyspäße wie Betrunkene dekorieren durchgesetzt wurden. Zu später Stunde kamen dann noch einige Bekannte vorbei, die auf einer ähnlichen Party
Looping Louie gespielt hatten, wozu unsere Veranstaltung im Gegensatz wohl harmlos war. Das merkte man den Neuen auch an und so avancierte der Busch vorm Haus zu einem willkommenen Endlager vorher eingenommener Getränke. Zum Glück nur der...
Am nächsten Tag kam dann das große Erwachen. Der sogenannte Stiffler ward 2 Tage nicht mehr gesehen und einer der „Nachkommer“, den eigentlich niemand so recht kannte, brauchte am nächsten Spätnachmittag etwa 2 Stunden um sein Auto zu finden, was doch einige Seitenstraßen weiter weg geparkt war. Zum Glück nicht in der Schlossallee...
Artikel wurde von Peter Schlaun am 08.01.2010 eingereicht.