Hunderennen - Hundesport

 

Hunderennen - Hundesport

Das Hunderennen ist ein Sport für Windhunderassen. Es gibt dabei zum einen das Rennen, das auf einer festen Bahn durchgeführt wird und wobei es nur um die Geschwindigkeit der Tiere geht. Dann gibt es noch das Coursing, bei dem auch das Jagdverhalten der Hunde in die Bewertung mit eingeht.
Auf der Rennbahn wird der Hund in eine Box geführt, aus der er auch starten muss. Die Bahn ist mit einer Gras- oder einer festen Sandoberfläche versehen. Die Hunde jagen einem künstlichen Hasen nach, er auf einer festen Bahn läuft. Die Windhunde jagen allein durch die Bewegung, daher ist es nicht wichtig, ob und wie das Objekt riecht. Es muss sich einfach nur bewegen. So kann sogar einfaches Flatterband als Hase verwendet werden, die Hunde nehmen den Unterschied kaum wahr. Die Bahn hat eine Länge von 480 Metern, es gibt aber auch kürzere Strecken für die kleineren Windhunde.
Die so genannten Coursings hingegen werden nicht auf einer Bahn, sondern auch einem freien Feld durchgeführt. Es werden Umlenkrollen an bestimmten Stellen befestigt, darüber wird ein Zugseil geführt.

Am Ende des Seils ist die Hasenattrappe zu finden, die meist aus Fell oder Plastik besteht. Simuliert wird damit die Hasenhatz. Die Beute kann durch die Befestigung an den Seilen auch Haken schlagen und der Hund muss daher mitdenken. Es starten immer zwei Hunde in jeweils zwei Durchgängen. Die Bewertung findet durch die Coursingrichter statt. Bewertet werden dabei Schnelligkeit und Eifer, Gewandtheit und Kondition sowie die Intelligenz der Hunde. Geregelt sind diese Kriterien zur Bewertung in den internationalen Richtlinien der FCI. Vergeben werden können bis zu zwanzig Punkte pro Kriterium.
Bei den Hunderennen können alle Windhundrassen teilnehmen, die als solche anerkannt sind. Auch die windhundähnlichen Rassen sind teilweise zur Teilnahme berechtigt. Die Hunde müssen mindestens achtzehn Monate alt sein, die kleineren Rassen wenigstens fünfzehn Monate. Bis zu einem Alter von acht Jahren dürfen die Hunde teilnehmen. Damit sie bei den einzelnen Läufen auseinander gehalten werden können, tragen die Hunde verschiedenfarbige Decken. Außerdem wird ein Rennmaulkorb angelegt, damit sich die Hunde nicht gegenseitig verletzen, wenn sie sich um den erbeuteten Hasen balgen. Bevor ein Hund zum Rennen zugelassen wird, muss er mehrere Lizenzläufe absolvieren. Damit bekommen sie die Renn- und Coursinglizenz erteilt, ohne die sich nicht starten dürfen.

Artikel wurde von Christoph Grill am 05.01.2010 eingereicht.

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