Eine kurze Einleitung in die Funktionsweise der Uhr
Die Uhr als Instrument der Zeitmessung hat heutzutage einen unbestreitbar großen Einfluss auf unseren Alltag. Wir organisieren unseren Tagesablauf anhand von Uhrzeiten, messen die Dauer bestimmter Tätigkeiten, verabreden uns und erwarten Pünktlichkeit. All dies wäre ohne Uhren, die uns zu jedem Zeitpunkt genau sagen wie spät es ist, undenkbar. Zudem stellt die Uhr heute sowohl ein Schmuckstück als auch, besonders im Fall der
Herrenuhren, ein Statussymbol dar. Doch wie genau funktioniert die Uhr als Zeitmesser?
Die erste Frage, die sich aufdrängt, wenn man jemandem ohne jegliche Vorkenntnisse erklären sollte, wie eine Uhr arbeitet, wäre, was denn überhaupt gemessen wird. Obwohl dies scheinbar jedem Benutzer klar ist, stellt die Frage nach dem Wesen der Zeit eine der schwierigsten überhaupt dar. Nicht nur Physiker oder Mathematiker, sondern auch zahlreiche Philosophen von Aristoteles bis Heidegger haben sich mit ihr beschäftigt und sind zu keiner einheitlichen Lösung gekommen.
Fest steht jedoch, dass die Zeit, bzw.
der Ablauf der Zeit, immer etwas mit Bewegung zu tun hat. Schon Aristoteles war der Meinung, Zeit sei „etwas an der Bewegung“. Und genau und nur deswegen kann sie auch gemessen werden. Denn das grundlegende Prinzip, das das Funktionieren von Uhren überhaupt ermöglicht, ist der Vergleich zweier Bewegungen: Die Dauer eines bestimmten Ereignisses wird daran gemessen, wie oft z.B. ein Uhrzeiger eine bestimmte Kreisbewegung vollzieht oder wie viele Male ein Pendel ausgeschlagen hat.
Entscheidend für die Zeitmessung ist also eine möglichst gleichförmige Bewegung, die sich ohne Unterbrechung wiederholt und gezählt werden kann. In fast allen heute verwendeten Uhren handelt es sich hierbei um eine Schwingungsbewegung. Diese kann in Form einer Atomschwingung genutzt werden, aber natürlich auch durch ein Pendel, eine Unruh oder einen Quarzkristall hervorgerufen werden. Damit die Bewegung trotz Reibung konstant bleibt, ist zusätzlich ein Energiespeicher notwendig, der das Uhrwerk am Laufen hält. Hierfür kann eine Batterie, ein aufgezogenes Gewicht oder eine gespannte Feder dienen. Der schwingende Gangregler und der Energiespeicher können jedoch nur zusammen wirken, wenn eine Einrichtung zur Übertragung der Energie in der Uhr vorhanden ist. Für diese Übersetzung kann entweder ein Zahnradgetriebe oder eine elektronische Schaltung verwendet werden. Und schließlich braucht jeder Zeitmesser eine Anzeige, die die Schwingungen zählt und so die verlaufende Zeit sichtbar macht.
Vor allem diese Anzeige war und ist Gegenstand der wechselnden Moden und veränderte sich, vor allem bei den
Damenuhren, stark in Größe, Gestaltung und farblichem Design.
Artikel wurde von Michaela Krüger am 21.12.2009 eingereicht.