Naturheilkunde für Pferde

 

Naturheilkunde für Pferde

Eine sehr häufige Erkrankung bei Pferden ist die Strahlfäule. Sie befällt die Hufe der Tiere und wird durch Bakterien verursacht. Ursächlich ist bei Strahlfäule oft eine schlechte Hufpflege. Normalerweise sollten die Hufe täglich ausgekratzt werden. Erfolgt das nicht, können sich Bakterien festsetzen, der Strahl wird aufgeweicht oder sogar zerfressen. Wenn nicht dagegen vorgegangen wird, beginnt das Pferd in fortgeschrittenem Stadium zu lahmen. Den Anfang nimmt die Strahlfäule zumeist in der mittleren Strahlfurche und befällt dann die seitlichen Strahlfurchen, bis schließlich der ganze Strahl betroffen ist. Schließlich kann es sogar zu einer Huflederhautentzündung kommen. Deshalb ist auf einen sauberen Stall sowie ausreichend Auslauf zu achten. Der Verdacht auf eine beginnende Strahlfäule liegt vor, wenn beim Auskratzen der Hufe eine Art Fäulnisgeruch wahrgenommen wird. Pflegemittel helfen den Strahl wieder aufzubauen, und den Heilungsprozess einzuleiten. Dabei müssen nicht immer scharfe Mittel zum Einsatz kommen, denn diese verursachen zumeist nur eine Verstärkung der Schmerzen bei dem Tier.

Genau wie beim Menschen, gibt es auch für Tiere Mittel auf naturheilkundlicher Basis, die helfen können. Gerade bei Strahlfäule eignen sich zum Beispiel Pasten, die aus Kräutern zusammengestellt werden. Kräuter werden schon jahrhundertelang angewandt und haben sich bei der Behandlung von Mensch und Tier bewährt. Kräuter beinhalten Mineralstoffe und Vitamine und sollten daher auch vorbeugend eingesetzt werden. Kieselsäure ist wichtig für gesunde Hufe. Weidenrinde wirkt beispielsweise schmerzlindernd und entzündungshemmend. Kamille ist bekannt für ihre wundheilenden Eigenschaften. Deshalb gehören in eine gesunde Futtermischung für Pferde auch Kräuter. Da nicht auf jeder Weide ausreichend Kräuter wachsen, sollten sie dem Futter beigemengt werden.

Artikel wurde von Andreas Mettler am 17.12.2009 eingereicht.

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