Sicherheitssysteme und Kinder – Kleiner Ratgeber
Sobald Sie Kinder zuhause haben, erhöht sich eigentlich automatisch die Notwendigkeit einer
Sicherheitsanlage.
Unabhängig von persönlichen Wertgegenständen in Ihrem Haus sind unsere Kinder wohl unser wichtigstes und schützenswertestes Gut. Ihre Sicherheit und ihr Schutz sind das Hauptziel einer jeden Sicherheitsanlage. Das eigene Heim muss als unantastbar gelten und ebenso ausgestattet sein. Unsere Kinder sind meist intelligente, neugierige und fähige kleine Menschen. Sie sollten nicht nur in das Sicherheitsbestreben der Eltern involviert sein, sie können diese Bestrebungen auch deutlich vereinfachen.
Setzen Sie sich hin mit Ihren Kindern und reden Sie über das Thema Sicherheit im Allgemeinen. Finden Sie heraus, was die Kinder bereits wissen, was sie nicht wissen und wo sie neugierig sind. Achten Sie unbedingt darauf, die Kinder nicht zu ängstigen. So sollten Sie keinesfalls die Welt, oder gar ihre unmittelbare Nachbarschaft als permanente Bedrohung und Gefahrenquelle hinstellen, vor der es sich zu fürchten gilt.
Es sollte allerdings möglich sein, potentielle Gefahren darzustellen und gleichzeitig Verhaltensmaßnahmen zu lehren, mit denen diese erkennbar werden und somit ihre Gefahr verlieren.
Erklären Sie Ihren Kindern anhand eines täglichen Beispiels, was ein Einbruch ist und warum manche Menschen stehlen. Erklären Sie ihnen, dass nicht jedermann ein Haus voller Spielzeug hat, Geräten und Elektronik wie Computer, Fernseher, Fahrräder usw. und dass diese Dinge begehrt sind, gestohlen werden und verkauft werden können. Erwähnen Sie natürlich auch die Häufigkeit solcher Einbrüche und relativieren Sie. Aber ehrlicherweise müssen Sie die Möglichkeit einräumen, die ja auch der Grund ist, warum in Ihrem Hause eine
Alarmanlage installiert ist. Aufmerksamkeit und bewusste Wahrnehmung sind mächtige Waffen, und ein Kind mit diesen Fähigkeiten, die Sie lehren müssen, wird verantwortlicher im Hinblick auf Sicherheit handeln. Denn auch Kinder können einiges tun für ihre persönliche Sicherheit und die Ihres Hauses.
Lehren Sie Ihre Kinder, auf ihre Sachen zu achten. Spielzeug wieder rein zu bringen abends ist eine einfache und häufig unterschätzte Anweisung. Im Garten oder Vorgarten herumliegende Spielsachen treffen eine Aussage über den Sicherheitsstandart eines Hauses, wenn man dies mit den Augen eines Einbrechers betrachtet. Erklären Sie den Kindern, dass der äußere Eindruck eines Hauses eine Menge sagen kann über ein potentielles “Ziel”. Eine unordentliche Familie ist oft ein leichtes Ziel, da damit zu rechnen sind, dass auch Terrassentüren oder Kellereingänge nicht verschlossen sind. So beziehen Sie die Kinder bereits frühzeitig mit ein.
Sobald die Kinder alt genug sind, um auch einmal alleine zuhause zu sein, sollten Sie sich gemeinsam auf einige Regeln einigen, die im Falle Ihrer Abwesenheit unbedingt einzuhalten sind. Lassen Sie eine Außenbeleuchtung eingeschaltet und die Außentüren verschlossen. Schärfen Sie den Kindern ein, auf keinen Fall die Tür zu öffnen, es sei denn, die Kinder kennen und vertrauen dem Besucher. Im Falle eines Telefonanrufes von Unbekannten sollten Ihre Kinder immer sagen, dass die Eltern gerade beschäftigt seien oder duschen, anstatt zu sagen, dass die Eltern gerade außer Haus auf einer Party sind.
Sie müssen Kinder in diesem Alter unbedingt in die grundlegenden Bedienungen einer Alarmanlage einweisen.
Belehren Sie Ihre Kinder auch darüber, mit privaten Informationen sehr vorsichtig zu sein. Dies beinhaltet Telefonnummern, Adresse und sogar Nachnamen. Auch Reisepläne sollte man nur den nahen Nachbarn und dem Rest der Familie mitteilen. Die Haltung „man weiß nie, wer noch zuhört“ sollten sich Ihre Kinder (und Sie) zu Eigen machen. Schließlich ist die Urlaubszeit nicht von ungefähr die Zeit mit den meisten Einbrüchen.
Artikel wurde von Hans Theis am 09.12.2009 eingereicht.